Lady Bitch Ray in der ARD-Show: Schmidt, Pocher und das weibliche Sekret25. Apr 2008 11:02  |  Schmidt & Pocher | Foto: WDR/ARD/Görgen |
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«Schmidt & Pocher» meets Hardcore-Feminismus: Porno-Rapperin Lady Bitch Ray verteilte nun auch in der ARD ihre Körperflüssigkeiten - und fand doch ihre Meister.
Manchmal könnte man ja fast vergessen, dass es «Schmidt & Pocher» überhaupt noch gibt, so selten wie die Late Night Show der ARD auf Sendung ist. Am gestrigen Donnerstag war dann nach einer immerhin vierzehntägigen Sendepause mal wieder soweit.
Der Standup am Beginn der Show gehört bekanntlich mittlerweile Oliver Pocher, der sich mit Sprachwitzen über Lukas Podolski, dem erhofften Bayern-«Triple» und einer sprachlich ähnlichen Geschlechtskrankheit sofort zielsicher unterhalb die Niveaugrenze bewegte. Dort verblieb der ARD-Gast-Moderator dann, und machte sich noch ein wenig über das Privatfernsehen lustig. Eine Sehgewohnheit, die er mit seinem Senior-Partner teilt.
Von den Schulden zum Sex
Schmidt, selbst erklärter Fan von Sendungen wie «Raus aus den Schulden» (RTL), lästerte dann wenig später ebenfalls über's Unterschichtenfernsehen und dessen gestrengen Schuldenberater Peter Zwegat. So hätten beiden denn auch gemütlich weiter im eigenen Saft schmoren können, wenn, ja wenn beide nicht noch einen echten Realitätsschock hätten erleiden müssen. Der kam in Person des Studiogasts: Rapperin Lady Bitch Ray, selbst ernannten Expertin für eine befreite weibliche Sexualität und Spezialistin für die fragwürdige Kunst, möglichst viele offen geäußerte Obszönitäten als eine möglichst große Befreiung für das weibliche Geschlecht zu verkaufen.
Gottseidank, die Inka kommt
Gedacht als «Überraschungsgast» für Pocher, sollte sich die studierte Germanistin, die eigentlich Reyhan Sahin heißt, nun mit ihrem «Vagina Style» auch um die «Fotzen» (Schmidt) der öffentlich-rechtlichen Zuschauerinnen kümmern. Das türkisch-stämmige Multitalent (Musikerin, Schauspielerin, Uni-Dozentin und Modedesignerin) ließ im Häschenkostüm auch optisch nichts anbrennen und provozierte wie bei all ihren TV-Auftritten mit zahlreichen Anal- und Fäkalsprüchen. Pocher hatte offenbar zum ersten Mal seine Meisterin gefunden, denn als er von der 27-Jährigen eine Kapsel mit «Fotzen-Sekret» als Abschiedsgeschenk überreicht bekam, fiel dem sonst so schlagfertigen Pocher beinahe die Kinnlade herunter. Einen ihrer «sexy Songs» sollte Lady Bitch Ray offenbar auch nicht mehr performen. Etwas ungeschickt brachten die Gastgeber dann noch das Skandal-Buch von Charlotte Roche ins Gespräch, bevor reichlich unvermittelt eine weitaus gefälligere Dame aus den Kulissen auftauchte und sofort einen herzerweichenden Song ins Mikrofon schmachtete. Leider ist vom Bitch-Auftritt einen Tag später auf der offiziellen «Schmidt & Pocher»-Website nichts zu finden. Zensur oder einfach nur fehlende Aktualität? Als einzige Frau blickt den Besucher dort stattdessen «Bauer sucht Frau»-Moderatorin Inka Bause entgegen, die am 1. Mai zu Gast sein wird. Entwarnung also für «Schmidt & Pocher»: Ein neuer Austausch von Körperflüssigkeiten ist defintiv nicht zu befürchten. (nz)
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