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Aufregung um Fady Maalouf : 

Zwangs-Outing bei den «Superstars»

14. Apr 2008 14:33
Die letzten sieben potentiellen 'Superstars'. Ganz rechts Fady Maalouf.
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Mäßige Gesangsleistungen, ein strauchelnder Favorit und viel Zoff hinter den Kulissen: Bei «Deutschland sucht den Superstar» spielt die Musik derzeit eine Nebenrolle. Mit Video.

Der eine kommt zurück, die andere denkt ans Aufhören - «Deutschland sucht den Superstar»-Junior Benjamin Herd hat am vergangenen Samstag wie versprochen seine Rückkehr in die RTL-Casting-Show gefeiert. Der 16-jährige, der sich zuletzt harte Gefechte mit Juror «Bär» Läsker lieferte, feierte mit Whams! «Wake me up, before you gogo!» eine gelungene Rückkehr und qualifizierte sich auch relativ problemlos für die nächste Runde der Show am 19. April. Weniger gut lief es erneut für Sängerin Rania Zeriri.

Die 22-jährige Ex-Animateurin hatte sich mit Sades «Smooth Operator» zwar einen nach Meinung der Juroren leicht zu singenden Titel ausgesucht, trug ihn aber dennoch überaus langweilig vor. Urteil Dieter Bohlen: «Deine Stimme war flach wie Holland». Laut «Bild»-Zeitung denkt Rania nun sogar ans Aufhören. «Ich bin froh, wenn es vorbei ist», so ihr deprimierter Kommentar. Selber gehen wolle sie zwar nicht, aber sie habe ihre Freunde und Verwandten gebeten, nicht mehr für sie anzurufen.

Schwächen bei Thomas Godoj

Gehen musste statt ihrer Collins Owusu. Der 25-Jährige aus Düsseldorf bekam für seine Interpretation von «End Of The Road» von Boys II Man die wenigsten Anrufe. Erstmals abgestraft wurde Favorit Thomas Godoj, der U2s «I still haven't found what I'm looking for» nur mit mehreren Texthängern zu Ende bracht. Peinlich, dass gerade er sich im zuvor eingespielten Filmchen für's strikte Leistungsprinzip bei der Casting-Show ausgesprochen hatte.

Makellos hingegen war der Auftritt von Fady Maalouf, der seit Ende der vergangenen Woche mit den Schattenseiten seines neues Ruhms zu kämpfen hat. Via «Bild» war der gebürtige Libanese zuerst als offenbar homosexuell geoutet worden - und das wohl ohne sein Einverständnis. Egal: Am heutigen Montag veröffentlichte das Blatt dann auch noch eine nur teilweise geschwärzte Heiratsurkunde, aus der angeblich hervorgeht, dass Maalouf mit einem Mann eine Lebenspartnerschaft eingegangen sein soll.

Einen Tag zuvor hatte das Schwesternblatt «Bild am Sonntag» noch scheinheilig gefragt, ob Maalouf nun - nach seinen «Outing» via «Bild» - bei Besuchen in seiner Heimat vor Repressionen von streng gläubigen Muslimen fürchten müsse. Gelungene Cross-Promotion also allerorten. Und wer als «DSDS»-Fan die Geschichte noch gar nicht mitbekommen hatte, der wurde in der Sendung vom Samstag ausgerechnet von «Pop-Titan» («Bild») Dieter Bohlen darauf aufmerksam gemacht: Der lobte Maalouf, dass er trotz der Berichterstattung der «Bild» (O-Ton Bohlen: Bei deren Schlagzeilen «fällt einem schon manchmal der Kaffee aus der Hand») so gut performt habe. Auf den Inhalt der «Bild»-Berichte ging Bohlen fairerweise nicht ein - ebensowenig wie Maalouf selbst, der es laut RTL ablehnt, über sein Privatleben zu sprechen und stattdessen auf seine Musik verweist. Zu Recht: Ihm gelang dank Elton Johns «Your Song» der ungefährdete Einzug in die nächste Mottoshow. (nz)

 
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