Pooths Anwälte hatten in einer an die Presse gerichteten Erklärung eingeräumt: «Es ist zutreffend, dass es solche Lieferungen gegeben hat und eine Rechnungslegung erst nach Beginn der Ermittlungen erfolgte.» Nach Darstellung der Anwälte Pooths hätten die Banker den Unternehmer mit ihren «Ausstattungswünschen» unter Druck gesetzt: «Ein Vorstandsmitglied äußerte sich gegenüber einem Geschäftsführer von Maxfield: «Wenn das jetzt nicht schneller klappt, dann dauert es bei euren Anträgen auch länger.»» Kategorisch habe der Sparkassen-Vorstand eine Bezahlung des Geräts mit den Worten abgelehnt: «Die Rechnung hat aber bei Maxfield zu bleiben.» Den Vorwurf der Insolvenzverschleppung wiesen die Verteidiger in ihrer Erklärung erneut zurück: Pooth sei von einer führenden Insolvenzkanzlei beraten worden und habe sich auf diesen Rat verlassen dürfen.
Pooth soll Bank-Vorständen teure Geschenken gemacht und im Gegenzug für sein Unternehmen Kredite in Höhe von mehr als neun Millionen Euro erhalten haben. Insgesamt haben die Staatsanwälte fünf Beschuldigte im Visier. Der Düsseldorfer Sparkassen-Chef Heinz- Martin Humme wurde nach Bekanntwerden der Vorwürfe ebenso wie Vorstandsmitglied Karl-Heinz Stiegemann fristlos entlassen. (dpa/nz)