25. Mrz 2008 15:32
Viel riskiert, wenig gewonnen: Die Reality-Show «Big Brother» machte den Nationalsozialismus zum Thema. Vor allem jüngere Zuschauer wollten das offenbar nicht sehen.
Die 25-Jährige Wiesbadenerin selbst war auch noch einmal ins Studium gekommen, um sich öffentlich zu schämen. »Es tut mir so leid! Ich wollte niemanden verletzen«, so Rebecca, die auf Nachfrage peinlich berührt einräumte, vor dem TV-Eklat eigentlich »nichts« über die NS-Zeit gewusst zu haben. Das ist nun anders: In einem Filmbeitrag war etwa zu sehen, wie Rebecca mit Werner Bab das Berliner Holocaust-Mahnmal besuchte und sich von ihm seine Erlebnisse im Konzentrationslager schildern lässt.Abschließend gab der hauseigene »Big Brother«-Brother Psychologe noch handfeste Tipps für den Umgang mit Sprücheklopfern, die die NS-Zeit verharmlosen: In der Kneipe etwa solle man Stellung beziehen und notfalls eher gehen, als stillschweigend Parolen über sich ergehen zu lassen. Anschließend wurde in der Container-Show Business as usual gemacht, und mit Kandidatin Jenny wie immer montags eine Bewohnerin abgewählt. Bei den Einschaltquoten verzeichnete die «NS-Sondersendung» leichte Einbußen. Wie Quotenmeter.de meldet, wurde die Sendung von 0,97 Millionen 14- bis 49-jährige Zusehern gesehen, was einen Marktanteil von 6,5 Prozent ausmachte. Zuvor lag der Marktanteil in dieser Gruppe bei acht Prozent. Insgesamt schalteten 1,38 Millionen Zuschauer ein.(nz)