Rebecca musste wegen einer nationalsozialistischen Parole gehen
Foto: Endemol
Geschichtsstunde für «Big Brother»: Nach dem jüngsten Skandal wird der Nationalsozialismus nun Thema für alle Bewohner der TV-WG.
Geschichtsunterricht im «Big Brother»-Haus: Nach dem jüngsten Skandal in der die Reality-Show auf RTL2 hat sich die Produktionsfirma Endemol nun zu einer ungewöhnlichen Aktion entschieden. Im Rahmen der nächsten «Big Brother»-Live-Show (am 24. März) wird der Nationalsozialismus zum Thema. Neben Historiker Prof. Dr. Siegfried Quandt (Professor der Justus-Liebig-Universität Gießen) wird auch ein Holocaust-Überlebender mit den Bewohnern über die NS-Zeit sprechen.
Der 83-jährige Werner Bab wird nicht nur im Studio, sondern auch direkt mit der TV-WG über seine Erlebnisse sprechen. Bab wurde 1942 ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Er überlebte das Lager und wanderte zunächst in die USA aus. Heute lebt er in Berlin und erzählt er als Zeitzeuge seine Geschichte. Vor zwei Jahren wurde er für seine Arbeit auch mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. «Big Brother hofft mit dieser besonderen Live-Show vor allem der jungen Zielgruppe einen Anstoß zu geben und ruft zu mehr Aufgeschlossenheit gegenüber einer kritischen Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte auf», heißt es in einer Pressemitteilung der Firma Endemol. Hintergrund der ungewöhnlichen Aktion ist der Rauswurf von Bewohnerin Rebecca, die wegen einer «unüberlegten nationalsozialistischen Äußerung» in der vergangenen Woche aus der Sendung ausgeschlossen worden war. Die 24-Jährige aus Wiesbaden hatte in der Sendung «Sieg Heil» gerufen. (nz)