Stars erobern «YouTube»: 

netzeitung.deBen Affleck, Matt Damon und ganz viel Sex

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Hier geht es nur um Sex und 'f...ing': Kimmels Hit-Clip (Foto: Youtube<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Hier geht es nur um Sex und 'f...ing': Kimmels Hit-Clip
Foto: Youtube
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Zwei US-Comedians machen Witze über ihr Liebesleben - und ganz Hollywood spielt mit. Die Clips von Sarah Silverman und Jimmy Kimmel sind die Internet-Sensation in den USA. Mit Video.

Sie träumt vom Sex mit Matt Damon, er vom Geschlechtsverkehr mit Ben Affleck: Mit diesen bizarren Geständnissen, vor allem aber mit den dazugehörigen Musik- und Comedyvideos haben die beiden US-Komiker Sarah Silverman und Jimmy Kimmel in den Vereinigten Staaten derzeit einen Riesenerfolg. Das Video mit ihrem musikalischen Video-Geständnis - dass sie eigentlich von einer heißen Nacht mit dem Hollywoodstar Matt Damon träumt - wurde mittlerweile bereits über acht Millionen Mal auf «Youtube.com» aufgerufen. Seine Antwort - prominent in seiner TV-Talkshow beworben - wurde auch schon rund fünf Millionen angesehen.
Glückwunsch-Torte von Pitt
Der inszenierte Youtube-Krieg der beiden Comedystars zeigt aber vor allem eins: Dass das Internet in seiner Web 2.0-Mitmachform mittlerweile sogar für hochbezahlte Hollywoodstars ein Muss ist. Den Anfang machte Matt Damon selbst, der höchstpersönlich neben Silverman posiert, während sie ihr immer wieder von Piepslauten zensiertes Liedchen von «...fucking Matt Damon» singt.

Die Antwort von ihrem Lebensgefährten Jimmy Kimmel wiederum ist bereits ein echter Web-Blockbuster, auf dessen Besetzungsliste jeder Filmproduzent stolz wäre. Dabei fängt der Film ganz klein an: Zunächst ist nur Kimmel selbst zu sehen, der deprimiert auf seiner Gitarre herumzupft. Doch schnell ist seine Trauer vorbei, denn er gesteht seiner Freundin, dass er auch eine Affäre begonnen hat, und zwar mit Damons Schauspielkollegen und bestem Freund Ben Affleck.

Die wird nun auf's Schönste ausgestaltet - etwa, in dem beide (ja, auch Affleck tritt persönlich auf) Hand in Hand spazieren, sich gegenseitig die Zehennägel lackieren und ein Glückwunsch-Paket mit pikant verzierter Torte entgegennehmen dürfen - von einem Paketboten, der irgendwie verdammt nach Brad Pitt aussieht.

Danke, ihr Drehbuchautoren!
Doch der (tatsächlich echte) Pitt ist nur der Auftakt zu einer einzigartigen Starparade, die unter anderem Cameron Diaz, Robin Williams und einen großen «We Are The World»-Chorus mit Sängern wie Billy Joel und Huey Lewis abfeiert - mit dem Unterschied, dass es in dem Song nicht ums Welt-Retten, sondern nur ums «f...ing» geht - fürs prüde US-Amerika in schier unglaublicher Häufigkeit.

Hilfreich für's Entstehen der beiden Clips, die innerhalb weniger Tage abgedreht wurden, war übrigens der Streik der Drehbuchautoren in Hollywood. Der habe, so beide Initiatoren im Interview mit der britischen «Times», zwar erst die ohnehin geplanten Clips für Kimmels 40. Geburtstag platzen lassen. Letztlich seien aus dem bereits angedachten Material dann aber die immens erfolgreichen Youtube-Ableger entstanden.
Sorry, Matt...
Abgesehen vom Streik sind die beiden Initiatoren aber natürlich auch bestens in der Filmmetropole vernetzt: Die 37-jährige Sarah Silverman ist Schauspielerin und eine der derzeit erfolgreichsten US-Komikerinnen mit eigener Sendung (The Sarah Silverman Program). TV-Moderator Jimmy Kimmel, 40, mit dem Silverman seit mehreren Jahren liiert ist, hat wiederum auf dem Sender ABC eine erfolgreiche Late Night Show. Ein Running Gag von «Jimmy Kimmel Live!» ist übrigens, dass Matt Damon als Gast angekündigt wird, dann jedoch leider, leider die Sendezeit zu Ende ist.


Für das Web ediert von Kerstin Rottmann