13. Feb 2008 12:49
Carla Bruni hat ihre erstes Interview nach der Hochzeit mit Nicolas Sarkozy gegeben. Mit einem «schwachsinnigen» Vergleich hat die Präsidentengattin darin sogleich für einen kleinen Skandal gesorgt.
Carla Bruni hat gleich mit ihrem ersten Interview als Frau von Staatspräsident Nicolas Sarkozy für helle Empörung gesorgt. In dem Gespräch mit dem Magazin «L'Express», das am Mittwoch erschien, brachte sie eine Internetseite in Zusammenhang mit der Denunziation von Juden während des Zweiten Weltkriegs. Der Chef der attackierten Redaktion bezeichnete die Aussagen als «völlig schwachsinnig». Bruni sah sich zu einer Entschuldigung gezwungen.Anlass von Brunis Äußerungen ist ein Bericht von «Nouvelobs.com» aus der vergangenen Woche. Laut dem Onlinemagazin schickte Sarkozy wenige Tage vor der Hochzeit mit Bruni eine SMS an seine Exfrau Cécilia. «Wenn Du zurückkommst, sag ich alles ab», soll er geschrieben haben. Der Präsident erhob Strafanzeige, der Autor hält aber an seiner Darstellung fest. Bruni sagte dazu in ihrem Interview: «Wenn es diese Art von Websites während des Krieges gegeben hätte, was wäre dann mit den Denunziationen von Juden gewesen?» Für «Nouvelobs.com» ein «völlig schwachsinniger» Vergleich. «Grauenhaft, absolut unglaublich und pathetisch» nannte Chefredakteur Michel Labro die Aussagen. «Man spielt nicht mit derartigen, diffamierenden Behauptungen.» Bruni bemühte sich um Schadensbegrenzung. Sie habe «zu Unrecht» die Methoden der Internetseite mit denen der Presse der Kollaborateure verglichen, erklärte sie. «Wenn ich dadurch jemanden verletzt habe, tut es mir sehr leid.» (AP)