06. Feb 2008 11:18
Maharishi Mahesh Yogi, ehemals geistlicher Mentor der Beatles, ist tot. Auch Hollywoodstars wie Clint Eastwood oder Mia Farrow zählten zu den Anhängern des Begründers der Bewegung Transzendentale Meditation.
Er lehrte die Transzendentale Meditation (TM) seit 1955. Sie soll von sechs Millionen Menschen praktiziert werden und sieht zwei Mal am Tag eine 20-minütige Meditationsübung vor. Größere Aufmerksamkeit erzielte die Bewegung, nachdem die Beatles 1968 deren Ashram in Indien aufsuchten. 1990 bezog der Maharishi ein ehemaliges Franziskanerkloster bei Vlodrop, einem Dorf in den Niederlanden nahe der deutschen Grenze. Das 26 Hektar große Anwesen dient inzwischen als Hauptsitz der TM-Bewegung. Zahlreiche Prominente trugen zur Bekanntheit von TM bei, darunter Mike Love von den Beach Boys, Schauspieler Clint Eastwood und der Autor Deepak Chopra. Hollywood-Regisseur David Lynch erklärte, TM habe ihm in allen Lebensbereichen geholfen. Der Maharishi habe das Fundament für weltweiten Frieden gelegt, sagte Lynch in einem Interview.
Der Maharishi wurde Berichten zufolge am 12. Januar 1917 als Mahesh Srivastava in Indien geboren. Das Geburtsdatum bestätigte er selbst nie. Nach einem Physikstudium arbeitete er als Sekretär für einen als Heiligen verehrten Hindu und zog sich nach dessen Tod für zwei Jahre in die Berge des Himalaya zurück. TM beschrieb er als Vereinigung aller Naturgesetze. Man dürfe nicht die Dunkelheit bekämpfen, sondern müsse Licht bringen, dann werde die Dunkelheit von selbst verschwinden, sagte er 2006 in einem Interview. Seine Anhänger verweisen auf wissenschaftliche Studien, wonach Meditation Stress verringert, sich positiv auf hohen Blutdruck auswirkt und die Konzentration verbessert. Spendengelder und die Gebühr von umgerechnet 1.700 Euro für TM-Kurse ermöglichten der Bewegung den Aufbau von zahlreichen Meditationszentren in aller Welt. (AP)