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«Militärische Stimmung» schuld an Hitlergruß

29. Jan 2008 12:59
DJ Tomekk
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Nach seinem Rauswurf aus dem Dschungelcamp hat DJ Tomekk doch noch einen Anlauf genommen, seinen Nazi-Fauxpas zu erklären. Die Schuld für den Fehltritt vor laufender Kamera schiebt er jedoch anderen zu.

Knapp eine Woche nachdem RTL ihn vor die Tür des Dschungelcamps setzte, bemüht sich DJ Tomekk alias Tomasz Kuklicz nun seinen Nazi-Fehltritt zu erklären. Die widrigen Umstände seien Schuld an seinem Aussetzer, sagt der Musiker im Gespräch mit der «Berliner Zeitung»: «Ich bereue sehr, dass ich das getan habe.»

Am vergangenen Mittwoch wurde der Berliner aus der RTL-Show «Ich bin ein Star, holt mich hier raus!» geworfen. Zuvor war ein Video aufgetaucht, in dem er den Hitlergruß zeigt, die erste Strophe der Nationalhymne «Deutschland, Deutschland, über alles» anstimmt und über die «vielen Ausländer» im Hotel witzelt. Bereits in der vergangenen Woche entschuldigte er sich öffentlich für sein Fehlverhalten.

«Ich wurde grundlos angebrüllt»

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Bei der Ankunft im Camp habe er unter Jetlag und Aufregung gelitten. «Ich war tierisch übernächtigt und völlig überdreht. Ich bin zuvor 28 Stunden geflogen und habe fast gar nicht geschlafen», so der Musiker. Die Stimmung im Camp beschreibt er als «militärisch», RTL-Mitarbeiter hätten ihn «grundlos angebrüllt». Dadurch habe er sich zu seiner Dummheit verleiten lassen.

Aufgenommen habe das Skandal-Video Shariar, der Freund von Camp-Mitbewohnerin Lisa Bund. «Ob die Aufnahmen von ihm verkauft wurden, weiß ich nicht», fügt Tomekk hinzu. Er sei sich jedoch sicher, dass die Veröffentlichung der berüchtigten Aufnahme ihn von der Show ausschließen sollte. Als Motiv vermutet er Missgunst: «Ich war bei den Votings immer auf den Spitzenplätzen. Das schien wohl einigen nicht in das Kram zu passen.»

Jegliche Nazi-Vorwürfe weist der polnische Staatsbürger von sich - schließlich stamme seine Freundin aus Ghana und er stehe mit seiner Musik für «Integration und Austausch der Kulturen». Um ein Zeichen zu setzen, plane er nun ein Album mit Dschungel-Sieger Ross Antony aufzunehmen. (nz)

 
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