Scientology, Suri und das Super-Spermium
08.01.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Autor ist der Brite Andrew Morton, der einst als Vertrauter von Lady Diana zu Weltruhm kam. Nach deren (von ihm selbst wiederholt aufgewärmten) Geständnissen in Buchform versuchte sich der mittlerweile 54-Jährige an Starbiografien, etwa über die Beckhams und Monica Lewinsky, wenn auch mit eher wechselhaftem Erfolg. Mit dem Buch über Cruise ist Morton nun endgültig im Spekulativen angelangt. Hauptthema des Werkes ist denn auch dessen Verbindung zu der umstrittenen Glaubensgemeinschaft Scientology.
Andere Geschichten wiederum sind so bizarr, dass sie schon lachhaft wirken: So reportiert Morton, dass Teile der Glaubensgemeinschaft Cruises' Tochter Suri für ein Retortenbaby halten - gezeugt aus einer Samenspende des bereits verstorbenen Scientology-Gründers L. Ron Hubbard. Nicht nur angesichts der Ähnlichkeit von Vater und Tochter ist das reichlich unwahrscheinlich.
Wenig überraschend auch, dass Cruises' Anwalt Bert Fields das Morton-Buch gegenüber US-Journalisten als «krank, bizarr» und einen «Haufen Lügen» bezeichnet. Weder habe der Autor mit Cruise, noch mit dessen Frau Katie Holmes gesprochen und auch nicht mit Cruises' Geschäftspartnern, seinen Ex-Frauen, seinen Regisseuren und den zahlreichen in dem Werk genannten Prominenten, so Fields weiter. Stattdessen habe sich Morton auf Menschen konzentriert, die den Filmstar «vor 30 Jahren kannten». Eine Klage gegen Morton - die er aber noch nicht bestätigen wollte - werde man vor Gericht sicher gewinnen können, so Fields. (nz)

