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Scientology, Suri und das Super-Spermium

08. Jan 2008 13:26
Haben diese Menschen ein Geheimnis? Ein britischer Autor glaubt daran.
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«Krank und bizarr» findet der Anwalt von Tom Cruise eine neue Biografie über den Hollywoodstar. Der Autor, Ex-Diana-Vertrauter Andrew Morton, setzt dabei ganz auf Scientology-Gegrusel.

Dass er einer von Hollywoods skandalträchtigsten Stars ist, hat Schauspieler Tom Cruise demnächst schwarz auf weiß. Ende des Monats erscheint nämlich in den USA «Tom Cruise: Eine unauthorisierte Biografie», und schon jetzt werden die teils kruden Thesen des Buches in den Medien kontrovers diskutiert.

Autor ist der Brite Andrew Morton, der einst als Vertrauter von Lady Diana zu Weltruhm kam. Nach deren (von ihm selbst wiederholt aufgewärmten) Geständnissen in Buchform versuchte sich der mittlerweile 54-Jährige an Starbiografien, etwa über die Beckhams und Monica Lewinsky, wenn auch mit eher wechselhaftem Erfolg. Mit dem Buch über Cruise ist Morton nun endgültig im Spekulativen angelangt. Hauptthema des Werkes ist denn auch dessen Verbindung zu der umstrittenen Glaubensgemeinschaft Scientology.

Was alle eh glauben...

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In Großbritannien wird das Buch wegen der strengen Gesetze zum Persönlichkeitsschutz wohl nicht erscheinen, dennoch hat mit der «Daily Mail» bereits ein britisches Blatt Ausschnitte des Werkes vorliegen. Morton behauptet darin unter anderem, so die «Daily Mail», dass Cruises gesamtes Leben mittlerweile von der Organisation bestimmt sei. Viele der «Enthüllungen» Mortons sind ähnlich unspektakulär oder bereits hinlänglich verspekuliert worden - dass Tom Cruise versucht haben soll, die in die USA übergesiedelten Beckhams für Scientology zu gewinnen, stand etwa bereits in vielen Klatschblättern.

Andere Geschichten wiederum sind so bizarr, dass sie schon lachhaft wirken: So reportiert Morton, dass Teile der Glaubensgemeinschaft Cruises' Tochter Suri für ein Retortenbaby halten - gezeugt aus einer Samenspende des bereits verstorbenen Scientology-Gründers L. Ron Hubbard. Nicht nur angesichts der Ähnlichkeit von Vater und Tochter ist das reichlich unwahrscheinlich.

Klage geplant?

Wer ist denn nun mein Papa? Suri Cruise mit Mutter Katie Holmes.
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Doch da der Ruf des Schauspielers in seiner Heimat mittlerweile gründlich ruiniert ist, läuft dieser Teil der Geschichte unter Berufung auf Morton in den US-Medien derzeit besonders gut. Kein Wunder: Seit dem schon legendären «Sofa-Hüpfern» bei Talkmasterin Oprah Winfrey, den offenherzigen Liebesgeständnissen an seine Frau Katie Holmes und dem Rauswurf bei seinem Filmstudio Paramount Pictures gilt Cruise dort als Quartalsirrer.

Wenig überraschend auch, dass Cruises' Anwalt Bert Fields das Morton-Buch gegenüber US-Journalisten als «krank, bizarr» und einen «Haufen Lügen» bezeichnet. Weder habe der Autor mit Cruise, noch mit dessen Frau Katie Holmes gesprochen und auch nicht mit Cruises' Geschäftspartnern, seinen Ex-Frauen, seinen Regisseuren und den zahlreichen in dem Werk genannten Prominenten, so Fields weiter. Stattdessen habe sich Morton auf Menschen konzentriert, die den Filmstar «vor 30 Jahren kannten». Eine Klage gegen Morton - die er aber noch nicht bestätigen wollte - werde man vor Gericht sicher gewinnen können, so Fields. (nz)

 
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