28.11.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Also doch: Bernhard und Beate sind ein Paar
Foto: RTL
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Traumfrau gefunden, aber keine Lust auf die Kameras. Landwirt Bernhard schummelte seine neue Liebe am Sender vorbei. «Bauer sucht Frau» verliert so zunehmend an Glaubwürdigkeit.
Mehr als acht Millionen Zuschauer verfolgen derzeit regelmäßig die RTL-Show «Bauer sucht Frau». Aufreger in der Sendung vor zwei Wochen: Rinderwirt Bernhard zofft sich mit Beate, die sich angeblich von ihm vernachlässigt fühlt. Wenig später reist die 37-Jährige ab, und der Landwirt ließ sich vom Sender die nächste kuppelwillige Dame (Sylke aus Hamburg) auf seinem Hof nach Osnabrück schicken. Das war nicht gerade nett der 41-Jährigen gegenüber, denn eigentlich hatte sich Bernhard längst für Beate entschieden.
Nicht der Typ für Kameras?Dem Kölner «Express» bestätigte der Bauer nun, dass er und die junge Frau aus Straubing ihren Streit nur gespielt hatten. Beiden sei klar gewesen, dass sie eine gemeinsame Zukunft haben, so der Landwirt - mittlerweile wohne Beate sogar schon bei ihm auf dem Hof. Die «wilde Ehe» habe man aber ohne Kameras starten wollen, sagte er dem Blatt: «Ich bin nicht der Typ, der seine Gefühle in der Öffentlichkeit zeigt. Beate und ich haben uns gemeinsam überlegt, wie wir das hinbekommen.« Das ist den beiden offenbar gelungen. RTL ließ erklären, nichts von dem Schwindel gewusst zu haben.
Am Ende der Staffel, so eine RTL-Sprecherin zur »Bild«-Zeitung, werden auch die Zuschauer über die überraschende Wendung informiert. Bleibt die Frage, was an dem Publikumserfolg mit Moderatorin Inka Bause noch ernst zu nehmen ist.
Die dritte Staffel, die derzeit läuft, wurde bereits im vergangenen Sommer abgedreht, und nicht nur bei Bauer Bernhard hat sich das Leben längst verändert. Auch Kandidat Maik gestand Reportern gegenüber nun ein, dass die junge Frau, mit der er auf dem Bildschirm gerade erst verkuppelt wird, nur noch lose Kontakt zu ihm hält. Schmu hin oder her: Der Erfolg der Reality-Show speist sich wohl ohnehin weniger aus dem Liebeswirrwarr, sondern eher aus dem Schauwert, den die «echten Typen» auf dem Hof vermitteln. Weder der kernig-rauhbeinige Bernhard noch seine kunstblonde Beate dürften bei einem Schönheitswettbewerb vorne landen. Im echten Leben zählt sowas nicht - «Bauer sucht Frau» liefert dafür den besten Beweis. (nz)