31. Okt 2007 09:29
Die Suche nach «Superstars» via TV findet Peter Maffay unmoralisch und gefährlich. Besonders der Ton der DSDS-Juroren wie Dieter Bohlen stört den Sänger mächtig.
Talentshows im TV, insbesondere die wohl populärste, «Deutschland sucht den Superstar» - damit kann Altstar Peter Maffay gar nichts anfangen. «Wie da mit jungen Leuten umgegangen wird, das ist moralisch nicht in Ordnung», sagte er der «Bild»-Zeitung. Der Musikindustrie gehe es nur um die «Geldmacherei», und das auf Kosten der Sänger.Viele der Jugendlichen würden die Öffentlichkeit und den schnellen Ruhm nicht verkraften, sagte der 58-Jährige. Aber auch die Inszenierung in der RTL-Show erzürnt den Musiker.
Für die Jury (Dieter Bohlen, Anja Lukaseder und, neu dabei, Andreas Läsker) der erfolgreichen Sendung findet er harte Worte: «(...) Die machen sich einen Spaß daraus, wenn ein Mädchen einen Weinkrampf kriegt.» Er selbst hätte sich das als junger Musiker wohl nicht gefallen lassen, so Maffay.Auf die Frage, wie er selbst in einer solchen Sendung auf Kritik reagiert hätte, antwortet er: «Ich würde aufstehen und denen aufs Maul hauen - aber sofort». Tatsächlich wundere es ihn, dass «das bisher noch keiner gemacht hat».
Auf RTL zu sehen war bisher unter anderem ein junger Mann, der die Jurymitglieder mit Wasser überschütten wollte, als sie ihm mitteilten, dass er nicht in die nächste Runde kommen würde. Derzeit laufen die Castings für die fünfte Staffel der Talentshow, die im kommenden Jahr zu sehen sein wird. (nz)