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Die Löwen und die Lämmer

25. Okt 2007 09:41
Derzeitiger Dauergast in der Hauptstadt: Tom Cruise
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Robert Redford und Tom Cruise haben ihren neuen Afghanistan-Film in Berlin vorgestellt. In der anschließenden Podiumsdiskussion lobte Joschka Fischer das US-kritische Drama.

Die Filmstars Tom Cruise, seine Frau Katie Holmes und Robert Redford sind am Mittwochabend zur deutschen Premiere des Polit-Thrillers «Von Lämmern und Löwen» nach Berlin gekommen. Das Publikum nahm den gut 90-minütigen US-kritischen Film über den Afghanistan-Krieg und das Verhältnis zwischen Politik und Medien mit viel Applaus auf.

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Im Anschluss an den Film diskutierten Regisseur Redford und Ex-Außenminister Joschka Fischer (Grüne) über amerikanische Politik. Fischer lobte den Film. «Aus meiner Sicht haben wir heute Abend einen großen Film gesehen», sagte er. Für ihn würden die Widersprüche, in denen sich die USA befänden, sehr präzise geschildert. Der 71-jährige Redford sagte, ihn habe die Frustration über sein Land getrieben, den Film zu machen. Er spüre keine Befriedigung, wenn er merke, dass seine Befürchtungen sich bewahrheiten.

An der Podiumsdiskussion nahm auch der Historiker Heinrich August Winkler teil. Geleitet wurde die Runde, die unter dem Thema «Politik, Medien, Engagement. Wer sind die Löwen, wer sind die Lämmer?» stand, von «Spiegel»-Redakteur Gerhard Spörl.

Terror und Manipulation

In dem Film bringt ein amerikanischer Professor (Redford) zwei seiner Studenten dazu, sich freiwillig für den «Krieg gegen den Terror» zu melden. Während ihnen am Hindukusch die Kugeln nur so um die Ohren fliegen, versucht in Washington ein Senator und potenzieller Präsidentschaftskandidat (Cruise) eine Fernsehjournalistin (Meryl Streep) mit einer brisanten Geschichte zu manipulieren. Sie könnte das Schicksal der beiden Soldaten in Afghanistan besiegeln. In Deutschland läuft der Film ab 8. November in den Kinos.

Der mehrfache Oscar-Preisträger Redford gründete 1978 das renommierte «Sundance»-Filmfestival, eines der wichtigsten Treffen für unabhängige Filmproduktionen. Er ist nicht nur Regisseur, Schauspieler und Produzent häufig brisanter politischer und sozialer Themen, sondern auch engagierter Naturschützer. Er gilt als Liberaler und offener Kritiker der Bush-Regierung. (AP)


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