04.10.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Lady Di
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Fotograf der letzten Bilder von Prinzessin Diana will gegen die Veröffentlichung der Aufnahmen juristisch vorgehen. Er behauptet, die Fotos seien nicht bei voller Fahrt entstanden, sondern bevor der Mercedes losfuhr.
Der Fotograf der letzten Bilder von Prinzessin Diana, Jacques Langevin, will gegen die Veröffentlichung seiner Aufnahmen durch ein Londoner Gericht juristisch vorgehen. Der französische Fotograf sagte der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung», die jetzt freigegebenen Fotos von Diana, ihrem Leibwächter und ihrem Fahrer im Auto seien nicht in voller Fahrt entstanden, sondern am Hinterausgang des Hotels Ritz in Paris, kurz bevor der Mercedes losfuhr.
Die Fotos zeigen den Bodyguard Trevor Rees-Jones, den Fahrer Henri Paul und - von hinten - die Prinzessin von Wales. In Frankreich waren die Fotos schon mehrfach Beweismittel vor Gericht. Erst der Richter des am Dienstag am Londoner High Court neu aufgerollten Verfahrens gab sie nun zur Veröffentlichung frei. Langevin hatte noch erfolglos versucht, die Veröffentlichung der Fotos zu verhindern. «Mich hat man nicht gefragt, obwohl ich die Rechte an den Bildern habe.» Deswegen habe er jetzt einen Anwalt eingeschaltet.
Er sei genau wegen dieser Bilderserie schon in Paris letztinstanzlich verurteilt worden, weil nach französischem Recht ein Auto ein privater Ort sein kann, in den man nicht fotografieren darf. Langevin war in der Nacht zum 31. August 1997 auch im Unglückstunnel gewesen, jedoch erst Minuten, nachdem der Unfall geschehen war. Die Fotografen hätten allesamt mit dem Unfallgeschehen nichts zu tun gehabt. Der Wagen von Diana und Dodi sei so schnell gefahren, dass nicht einmal die Motorräder der Paparazzi ihm folgen konnten, betonte Langevin. (dpa)