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Neue Diana-Untersuchung mit Polizeischutz

02. Okt 2007 13:34
Lady Diana
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Nun widmet sich auch ein britisches Gericht den Todesumständen von Lady Diana. Auch im Netz lässt sich die mit Spannung erwartete Untersuchung verfolgen.

Mordkomplott oder ein profaner Autounfall? Mehr als zehn Jahre nach dem tödlichen Unfall von Lady Diana und ihrem damaligen Freund Dodi al Fayed untersucht nun auch ein britisches Gericht die Umstände bei dem Unglück vom 31. August 1997 in Paris. Elf Geschworene - sechs Frauen und fünf Männer - werden bis zu sechs Monate lang Zeugenaussagen hören und Beweise sichten. Ebenfalls mit seinen Anwälten bei der neuerlichen gerichtlichen Untersuchung anwesend: Dodis Vater Mohamed al Fayed.

Der Besitzer des Kaufhauses «Harrods» vertritt weiterhin lautstark die These von einem Mordkomplott, an dem seiner Meinung nach auch das britische Königshaus beteiligt sein könnte: «Ich glaube, dass mein Sohn und Prinzessin Diana von der königlichen Familie ermordet wurden», bekräftigte er am Dienstag vor dem Londoner Gericht. Beobachter glauben jedoch, dass die gerichtliche Untersuchung diese Vorwürfe endgültig entkräften kann.

Anbau ans Gerichtsgebäude

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Bisher kamen die polizeilichen Untersuchungen in Frankreich und England stets zu dem Ergebnis, dass der Fahrer des Wagens, in dem Diana und ihr Begleiter Dodi al Fayed saßen, betrunken war und es sich um einen Unfall ohne Fremdeinwirkung gehandelt hat. Der Wagen Dianas prallte damals mit hoher Geschwindigkeit in einem Tunnel gegen einen Betonpfeiler. Dabei kamen die geschiedene Frau von Prinz Charles, Dodi al Fayed sowie der Fahrer Henri Paul ums Leben. Auch zehn Jahre nach den Geschehnissen wird in Großbritannien mit einem großem Medieninteresse an der Verhandlung gerechnet. Die Geschworenen stehen unter Polizeischutz, extra für die Untersuchung wurde ein Anbau an das Gerichtsgebäude errichtet, um alle akkreditierten Journalisten unterzubringen.

Warten auf die Franzosen

Zum Auftakt der Verhandlung am Dienstag war er jedoch nicht gefüllt. Außerdem informiert eine eigens eingerichtete Website zwei Mal täglich über den Stand der Ermittlungen. Das britische Rechtssystem schreibt die Untersuchung der Todesursache nur dann vor, wenn es sich um einen gewaltsamen, unnatürlichen oder plötzlichen Tod unbekannter Ursache handelt. Aufgabe des Gerichts ist es nun zu klären, wer starb, wann, warum und wie. Einzelpersonen können nicht schuldig gesprochen werden.

Die britische Justiz zögerten die Untersuchung so lange heraus, bis der Fall für die Behörden in Frankreich endgültig abgeschlossen war. Im Januar 2004 nahm dann der königliche Untersuchungsrichter Michael Burgess seine Arbeit auf. Ein von ihm beauftragter Ermittler kam im Dezember zu dem Schluss, dass es keine Verschwörung gegeben habe. (nz)


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