Hilton hat doch eine Schmerzgrenze
01.10.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Wie es denn im Gefängnis war, wollte Letterman nach kurzem Geplänkel wissen. Hilton hielt sich einigermaßen, lächelte kalt, lachte, als sie die brüllende Freude des Publikums hörte. Also erzählte sie brav etwas vom Gefängnisessen, das natürlich nicht so toll war, «ist ja Gefängnisessen», wies aber auch darauf hin, dass es eine «traumatische Erfahrung» war, aus der sie aber immerhin «gestärkt» hervor gegangen sei.
Doch Letterman hatte ein Ziel: «Weißt du warum du im Gefängnis warst?» Das Publikum drehte durch, und auch Letterman schüttelte es vor Lachen. Sie wolle jetzt über was anderes reden, die 23 Tage Haft wegen wiederholten Fahrens ohne gültigen Führerschein und Alkohol hinterm Steuer lägen hinter ihr, so die Hotel-Erbin. «Das ist der Unterschied zwischen uns, ich will über nichts anderes reden!», rief Letterman. Ob sie denn noch Alkohol trinke, will er wissen. «Nur wenn ein Fahrer dabei ist.» «Gut für dich.»
Als ihre Mundwinkel bedenklich rutschen, ruft ein Zuschauer: «Paris, ich liebe dich!» Sie bedankt sich mit Kusshand, muss jedoch sofort Lettermans verbalen Knockout kassieren: «Ist das eine Bekanntschaft aus dem Gefängnis?»
Natürlich gibt es am Ende der «Ich bin ein betrunkener Lateshow-Moderator»-Show doch noch versöhnliche Worte. Und natürlich hat Hilton immer noch nicht kapiert, was das eigentlich alles soll. (nz)

