netzeitung.deWarum Kate Moss doch nicht verlobt ist

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Abgeschrieben? (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Abgeschrieben?
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Kurzzeitig sah es so aus, als würde Kate Moss ihren Drogenskandal locker wegstecken. Doch wie Helge Schneider schon sagte: «Das gefährliche am Erdbeben sind die Nachbeben.»

Bisher war sie einfach zu cool. Zu cool für Gerüchte, Skandale und Paparazzi-Fotos. Das alles schien sie fast nicht zu tangieren. Selbst nachdem die Liebelei mit Pete Doherty ihren Höhepunkt in einem Drogenskandal fand, der sich gewaschen hatte, zog die Karriere der Kate Moss noch an. Doch offenbar ist der Schaden einer mit verzögerter Wirkung. Für die Klatschpresse scheint Moss jedenfalls zum Abschreiben freigegeben.

Es häufen sich die kleinen und größeren Meldungen, die das Model schlecht aussehen lassen. Und beim Anblick jüngster Fotos kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass diese Entzauberung auch Moss selbst ins Gesicht geschrieben steht.

War man früher trotz oder gerade wegen Sex, Drugs and Rock'n'Roll noch auf Moss' Seite, ließ Artikel mit einem «Kopf hoch»-Gefühl enden, wird sie nun als Prominente verkauft, die noch nicht gemerkt hat, dass ihre Zeit abgelaufen ist.

Der Ton macht die Musik
So präsentiert die «Sun» gerade eine eiskalte Abrechnung: Sieben Modelverträge habe die 33-Jährige im Laufe des vergangenen Jahres verloren. «Die Kokain-Flitterwochen sind vorbei», heißt es. Hatte sie nach dem Skandal von 2005 um Fotos, die das Model angeblich beim Koksen zeigten, die Rekordbuchung von 18 millionenschweren Verträgen für exklusive Marken wie Coco Chanel und Agent Provocateur, seien es nun «nur noch» elf, so das Blatt, das Moss' Altersangabe mittlerweile auch als Vorwurf nutzt. Der Chanel-Vertrag ging tatsächlich an die 22-jährige Schauspielerin Keira Knightley.

Und noch eine gerade Rechte gibt es zu lesen: Moss' Hausblatt «Vogue», die mitunter in einer einzigen Ausgabe sechs Kampagnen mit dem Topmodel druckte - von Dior bis Louis Vuitton - zeige in der kommenden Nummer keine einzige. Alles nicht Moss' Schuld, könnte man sagen. Aber der Ton macht die Musik in diesem Imagehandel.

«Wir sind verlobt»
Ach so, wenn Sie übrigens lesen sollten, dass Moss sich mit einer Spontanverlobung an Ex-Freund Doherty rächen wolle, das stimmt so nicht ganz: Wie der «Daily Mirror» berichtet, habe sie mit dem Musiker Jamie Hince, mit dem sie derzeit häufiger unterwegs sein soll, bis um fünf Uhr morgens gefeiert und ihren Freunden dann freudestrahlend verkündet: «Ich liebe ihn, wir sind verlobt».

Aber so einfach ist es wieder nicht. Erinnern wir uns doch an die buddhistische Hochzeitszeremonie, die nur ein Freundschaftsbeweis war, als Moss mit Doherty in Thailand war. Über die jüngste Verlobung sagt ein «Freund»: «Niemand geht davon aus, dass die Beiden demnächst wirklich vor den Altar treten werden. Wir wissen, dass es Kates Art ist, zu sagen, dass sie es ernst mit ihm meint.»

Und auch Moss' Sprecher stimmt ein: «Falschmeldung», so sein Kommentar zur Verlobungs-Geschichte. Die Fortsetzung folgt sicher. (nz)


Für das Web ediert von Sophie Albers