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Jury entscheidet über Spectors Schicksal

11. Sep 2007 12:11
Phil Spector
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Der Prozess gegen Phil Spector ist vor die Jury gegangen. Dem Beatles-Produzenten wird die Ermordung einer Schauspielerin vorgeworfen. Im Falle eines Schuldspruchs droht ihm lebenslängliche Haft.

Nach vier Monaten ist mit dem Schlussplädoyer der Verteidigung der Prozess gegen den ehemaligen Beatles-Produzenten Phil Spector zu Ende gegangen. Nun liegt das Schicksal des 67-Jährigen, der angeklagt ist, die Schauspielerin Lana Clarkson («Barbarian Queen») im Februar 2003 in seiner Villa erschossen zu haben, in den Händen der Geschworenen. Wie der Internetdienst «E!Online» berichtet, nahmen die neun Männer und drei Frauen die Beratungen am Montag auf.

Richter Larry Paul Fidler zeigte sich derweil äußerst besorgt über einen Bericht der britischen Zeitung «Mail on Sunday», die Spector mit den Worten zitiert hatte, er glaube, dass die Geschworenen ihn für «schuldig und verrückt» halten würden und auch Richter Fidler ihn nicht möge. Inzwischen hat der Produzent den Bericht jedoch dementiert. «Ich bin sicher, dass die Jury einen guten Job machen wird», sagte Spector der Nachrichtenagentur AP. Darauf muss er auch hoffen, schließlich drohen ihm im Falle einer Verurteilung 15 Jahre Haft bis lebenslänglich.

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Mit Hilfe von Blutspuren und anderen Indizien am Tatort stellte die Anklage Spector als Täter dar, der eine geladene Pistole in Clarksons Mund schob und abdrückte. Fünf Frauen hatten im Zeugenstand ähnliche Situationen beschrieben, in denen der angetrunkene Produzent sie in seiner Villa mit einer Waffe bedroht habe. Die Verteidigung machte geltend, dass die Blutspuren und das Eindringen der Kugel zeigten, dass sich Clarkson selbst mit der Pistole das Leben genommen habe. Die 40-Jährige habe beruflich und persönlich in einer tiefen Krise gesteckt.

Spector hatte Clarkson in der Tatnacht in einer Bar kennen gelernt und dann in seine Villa mitgenommen. Im Prozess sagte der Produzent selbst nicht aus, hatte jedoch zuvor wiederholt seine Unschuld beteuert. Ein brisanter Fall, findet auch Filmemacher Vikram Jayanti, der zurzeit an einer Dokumentation über den Prozess arbeitet.

Der 67-Jährige hatte mit Elvis Presley, The Ronettes und den Beatles gearbeitet. Seine Popularität verdankt er hauptsächlich der «Wall of Sound»-Aufnahmetechnik, die er in den sechziger Jahren für Hits wie «Be My Baby» und «Chapel Of Love» entwickelte. (nz/dpa)

 
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