Jury entscheidet über Spectors Schicksal
Richter Larry Paul Fidler zeigte sich derweil äußerst besorgt über einen Bericht der britischen Zeitung «Mail on Sunday», die Spector mit den Worten zitiert hatte, er glaube, dass die Geschworenen ihn für «schuldig und verrückt» halten würden und auch Richter Fidler ihn nicht möge. Inzwischen hat der Produzent den Bericht jedoch dementiert. «Ich bin sicher, dass die Jury einen guten Job machen wird», sagte Spector der Nachrichtenagentur AP. Darauf muss er auch hoffen, schließlich drohen ihm im Falle einer Verurteilung 15 Jahre Haft bis lebenslänglich.
Spector hatte Clarkson in der Tatnacht in einer Bar kennen gelernt und dann in seine Villa mitgenommen. Im Prozess sagte der Produzent selbst nicht aus, hatte jedoch zuvor wiederholt seine Unschuld beteuert. Ein brisanter Fall, findet auch Filmemacher Vikram Jayanti, der zurzeit an einer Dokumentation über den Prozess arbeitet.
Der 67-Jährige hatte mit Elvis Presley, The Ronettes und den Beatles gearbeitet. Seine Popularität verdankt er hauptsächlich der «Wall of Sound»-Aufnahmetechnik, die er in den sechziger Jahren für Hits wie «Be My Baby» und «Chapel Of Love» entwickelte. (nz/dpa)

