Ben Becker geht es besser
Becker war am Morgen laut «Berliner Morgenpost» in seiner Berliner Wohnung leblos aufgefunden worden und musste wiederbelebt werden. Neben dem Schauspieler solle ein Spritzbesteck gelegen haben. Ein Polizeisprecher bestätigte dies aber nicht. Es liege keine Straftat vor, deswegen werde auch nicht weiter ermittelt, erklärte er. Ein Rettungswagen der Feuerwehr sei gegen 9.30 Uhr gekommen, Sanitäter hätten Becker aus seiner Wohnung geholt und ins Krankenhaus gebracht.
Medienberichten zufolge hatte Becker in mehreren Interviews eingestanden, Drogen ausprobiert zu haben. Becker ist einer der bekanntesten jüngeren deutschen Film- und Theaterschauspieler. Er spielte unter anderem in den «Comedian Harmonists» und «Schlafes Bruder» mit. Er machte sich auch als Sänger und Rezitator einen Namen. Markenzeichen sind unter anderem sein rauer Charme und die tiefe Stimme. Er betreibt in Berlin auch eine Bar mit dem Namen «Trompete».
Derzeit arbeitet er an einem Bibelprojekt, das am 12. Oktober im Berliner Tempodrom Premiere feiern soll und längst ausverkauft ist. Becker werde das Alte und Neue Testament vorlesen, begleitet von den Babelsberger Symphonikern und seiner Band, sagte seine Sprecherin. Daran sitze Becker Tag und Nacht. Er sei vor wenigen Tagen aus einem Kurzurlaub von Mallorca zurückgekehrt und habe sich «Hals über Kopf wieder in die Arbeit gestürzt». Becker stammt aus einer Künstlerfamilie: Seine Mutter Monika Hansen und sein Ziehvater Otto Sander sind wie seine Schwester Meret Becker Schauspieler. Mit seiner Lebensgefährtin hat er seit 2000 eine Tochter.
Kürzlich sagte Becker in einem «Bunte»-Interview auf die Frage, wie er sich das Leben nach dem Tod vorstelle: «Ich glaube, dass man in einen anderen Zustand übergeht. Mir würde es reichen, wenn ich ein Gänseblümchen werde. Auf die Frage, ob er Angst vorm Sterben habe, antwortete er, er habe nur Verlustängste. «Die größte Angst, die ich habe: Dass ich in zwanzig Jahren meine Tochter nicht mehr sehe.» (AP)

