23. Aug 2007 12:44
Kommende Woche beginnt der Prozess um den Einbruch in Dieter Bohlens Villa. Wie hoch die Beute wirklich war, ist unklar. Ein Gärtner nennt jedenfalls eine andere Summe als der Musiker selbst.
«Herr Bohlen wird vor Gericht in Erklärungsnot kommen. Er hat bei dem Überfall auf jeden Fall eine andere Summe genannt als hinterher. Ich saß ja nur wenige Meter entfernt, habe das genau gehört», zitiert «Bild» den 66-jährigen Gärtner, der seit einer Fußverletzung nicht mehr für den Musikproduzenten arbeitet. «Ich werde auf jeden Fall die Wahrheit sagen. Ich bringe mich doch nicht in Schwierigkeiten.»Bohlen bleibt bei seiner Darstellung: «Kann ja sein, dass ich damals im Schock von 40.000 Euro gesprochen habe. Als ich hinterher in den Tresor geguckt habe, sah ich, dass 60.000 Euro weg waren. Warum sollte ich mehr angeben, als es in Wirklichkeit war? Ich bin doch sowieso nur bis 10.000 Euro Bargeld versichert.»
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die beiden 18 und 19 Jahre alten Angeklagten bei ihrem Überfall 30.000 Euro erbeutet haben. Prozessbeginn ist am 30. August in Recklinghausen. Bohlen selbst soll am zweiten Verhandlungstag am 3. September als Zeuge aussagen.
Die maskierten Jugendlichen waren am 11. Dezember vergangenen Jahres in Bohlens Villa in Tötensen bei Hamburg eingedrungen und hatten den 53-Jährigen, seine 23-jährige Freundin, die Haushälterin und den Gärtner mit einer Schusswaffe sowie einem Messer bedroht. Danach fesselten sie die vier Opfer und flüchteten mit dem Geld aus dem Tresor. (nz)