«Valkyrie»-Statisten fordern Schadenersatz
21.08.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Das Landesamt für Arbeitsschutz kündigte schärfere Sicherheitsauflagen für den Dreh an. Mitarbeiter der Behörde untersuchten am Dienstagnachmittag das Gelände der Produktionsfirma. Durch eine defekte Ladeklappe waren am Sonntag 20 Statisten von einem fahrenden Lastwagen auf die Straße gestürzt.
Einige Statisten begannen mittlerweile mit einer Unterschriftenaktion, um der Produktionsfirma ihren Unmut über die schlechten Sicherheitsvorkehrungen deutlich zu machen. «Uns ist wichtig, dass sich so etwas nicht wiederholt», sagte Alexander Klute, der bei dem Unfall ebenfalls verletzt wurde, der Hörfunkagentur dpa- Rufa.
Verantwortlich für den Unfall am Sonntag sei derjenige, der den Darstellern die letzte Anweisung gegeben habe. «Wer sagt: 'Ihr setzt euch jetzt da auf diesen Laster', der muss sich auch um den Arbeitsschutz kümmern», betonte Rath. In der Regel seien also der Regisseur oder der Aufnahmeleiter verantwortlich.
Für die «Valkyrie»-Dreharbeiten gälten jetzt schärfere Vorgaben, sagte Rath. Nach dem Unfall mit einem defekten Lastwagen müsse die Produktionsfirma insbesondere für die Sicherheit der Fahrzeuge sorgen. Denkbar sei, dass jemand für regelmäßige Sicherheits-Checks eingestellt werde oder dass alle Fahrzeuge eine TÜV-Plakette erhielten. «Das wollen wir dann nachgewiesen bekommen», sagte er. Dass das Amt mit einem Drehstopp drohen müsse, bezeichnete Rath aber als unwahrscheinlich.
Die Komparsen hätten sich auf der Ladefläche des Lasters befunden, der mit weniger als 15 km/h gefahren sei, als sich die Holzverkleidung der Ladefläche löste. Das Hauptdrehteam unter Regisseur Bryan Singer und Filmstar Tom Cruise seien nicht am Set gewesen. «Es wird nicht erwartet, dass der Zwischenfall sich auf den Drehplan auswirken wird», betonte die Filmproduktionsfirma.
Unterdessen trafen sich Cruise und Matt Damon zu einem kleinen «Hollywood-Gipfel» in Berlin in einem italienischen Restaurant. Damon stellte in der Hauptstadt seinen neuen Film «Das Bourne Ultimatum» vor. (dpa/bb)

