netzeitung.deNew Yorker Hotelkönigin Helmsley gestorben

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Leona Helmsley (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Leona Helmsley
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Wohltätigkeitsorganisationen spendete sie Millionen, gegenüber ihren Mitarbeitern galt sie als knauserig und schwierig: Die Hotelmagnatin Leona Helmsley ist tot.

Die durch eine Steueraffäre in die Schlagzeilen geratene amerikanische Hotelmagnatin Leona Helmsley ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Helmsley sei am Montag in ihrem Sommerhaus im US-Staat Connecticut einem Herzversagen erlegen, teilte ihr Sprecher Howard Rubenstein mit.

Die exzentrische Milliardärin spendete Millionen für Wohltätigkeitsorganisationen, galt aber gleichzeitig gegenüber ihren Mitarbeitern als knauserig und schwierig. Ihr Leben wurde unter dem Titel «Queen of Mean» («Die Dollar-Queen») verfilmt.
Der Steuerhinterziehung beschuldigt
Helmsley heiratete 1972 im Alter von 51 Jahren den Immobilienkönig Harry Helmsley. Er war damals 63 und einer der reichsten Männer Amerikas. Er machte sie 1980 zur Präsidentin der Helmsley Hotels, die mehr als zwei Dutzend Hotels in zehn Staaten betrieb. Die beiden galten als glückliches Paar, das auch Jahre nach der Eheschließung noch sehr verliebt war. So ließ Harry Helmsley am 4. Juli 1976 das Empire State Building in den Farben Rot, Weiß und Blau erstrahlen. Allerdings nicht, um den Unabhängigkeitstag zu feiern, sondern um den Geburtstag seiner Frau zu feiern. Die Aktion kostete ihn 100.000 Dollar - «weniger als eine Kette», wie er erklärte.

Das süße Leben hatte jedoch ein Ende, als beide 1988 der Steuerhinterziehung beschuldigt wurden. Harry Helmsleys Gesundheit war so angeschlagen, dass er als nicht prozessfähig eingestuft wurde. Seine Frau musste sich jedoch in einem achtwöchigen Verfahren verantworten, in dem zahlreiche ehemalige Angestellte aussagten, von ihrer Arbeitgeberin regelrecht terrorisiert worden zu sein. Eine frühere Haushälterin behauptete, Leona Helmsley habe erklärt : «Wir zahlen keine Steuern. Nur kleine Leute zahlen Steuern.» Die Angeklagte bestritt, diese Sätze jemals gesagt zu haben, aber sie verfolgten sie bis an ihr Lebensende.

«Mein Märchen ist vorbei»
Das Gericht verurteilte Helmsley schließlich zu vier Jahren Haft. Sie verbüßte 21 Monate und kam im Januar 1994 frei. Als ihr Ehemann 1997 im Alter von 87 Jahren starb, erklärte sie: «Mein Märchen ist vorbei. Ich habe ein magisches Leben mit Harry geführt.» Harry war ihr dritter Mann. Zuvor war Helmsley, die 1920 als Tochter eines Hutmachers in Manhattan zur Welt kam, bereits zwei Mal verheiratet.

Das US-Magazin «Forbes» schätzte ihr Vermögen in diesem Jahr auf 2,5 Milliarden Dollar (1,86 Milliarden Euro). (AP)