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Soweit Keith Richards sich erinnert

03. Aug 2007 09:33
'Ich habe meinen Vater geschnupft', war ein Witz.
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Vom Chorknaben zum Rock-Opa. Keith Richards schreibt seine Memoiren auf. Jedenfalls das, woran er sich noch erinnern kann.

Wer, wenn nicht er, sollte umfassend über die Geschichte des Rock'n'Roll berichten können. Wenn er länger durchhält als sein Kollege Mick Jagger.

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  • Lass gut sein, Jack 23. Mai 2007 20:09, ergänzt 24. Mai 2007 07:41
  • Keith Richards will bis 2010 seine Lebenserinnerungen niedergeschrieben haben. In der Hoffnung, dass sich der drogen- und palmensturzgeprüfte Gitarrist noch an alles erinnern kann, hat der 63-Jährige angeblich einen Vertrag über sieben Millionen Dollar mit dem US-Verlag Little, Brown and Co. unterschrieben.

    In dem Buch soll dann zu lesen sein, wie aus einem niedlichen Chorknaben ein verwittertes Rock-Urgestein werden konnte. «Keith Richards hat 50 Jahre lang cool im Auge des Orkans gestanden», so ein Verlagssprecher.

    Um Richards Erinnerungen hatte es einen heftigen Bieterkampf gegeben, deshalb ist der Preis für eine Musikerbiografie verhältnismäßig hoch. Im Vergleich: Eric Clapton hat «nur» fünf Millionen bekommen.

    Zu langweilig

    Um Richards Gedächtnis gegebenenfalls zu stützen, steht ihm der Autor James Fox zur Seite. Der Gitarrist ist der zweite Rolling Stone, dessen Memoiren zu Geld gemacht werden. 1990 hatte Ex-Bassist Bill Wyman «Stone Alone» veröffentlicht. Auch Jagger hatte mal versucht, sein Leben zu ordnen, doch sei es ihm bald langweilig geworden und so habe er das Projekt aufgegeben, heißt es.

    Richards ist bekannt für seine Offenheit und einen zuweilen skurrilen Humor: Im Frühjahr hatte er in einem Interview behauptet, die Asche seines Vaters geschnupft zu haben.

    Verwöhnt, aber schüchtern

    Als verwöhnter, doch auch schüchterner Junge sang Richards im Knabenchor bis zum Stimmbruch. 1962 gründete er mit Jagger die Stones. Er erfand das Gitarrenriff für «(I Can't Get No) Satisfaction» angeblich im Schlaf. Er komponierte auch «Ruby Tuesday», «Gimme Shelter» und «Angie».

    Die siebziger Jahre verbrachte er angeblich im Heroinrausch. 1977 wurde er schlagartig nüchtern, weil ihm in Kanada eine lange Gefängnisstrafe drohte. Die Rolling Stones sind derzeit auf Europa-Tour. (nz)

     
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