31. Jul 2007 16:45
Mit seinem Fotoapparat bewaffnet jagt Austin Visschedyk Hollywoodstars und -sternchen ganz so wie die Großen. Der gerade mal 14 Jahre alte Kalifornier ist der jüngste Paparazzo der Welt.
Koi, Ivy, Privelege Club, Kitson Boutique und wie sie alle heißen. Vor diesen Promi-Hot-Spots lungert Tag und Nacht eine Paparazzi-Meute mit dem gemeinsamen Ziel herum, das beste Foto von Paris Hilton, Adam Sandler und ihren mal mehr mal weniger kamerascheuen Kollegen zu kriegen. Ein Milchgesicht fällt auf in der Menge dieser fast ausschließlich männlichen Fotografen mittleren Alters, mit Dreitagebärten, verschwitzten T-Shirts und Multifunktionswesten. Mit seinem blonden Kurzhaarschnitt, Sonnenbrille und iPod sieht Austin Visschedyk aus wie jeder andere kalifornische Teenager. Tatsächlich aber ist er jedoch der jüngste Paparazzo der Welt. Tom Cruise landet auf dem Lax, Lindsay Lohan diniert im Ivy, Adam Sandler schwitzt im exklusiven Fitness-Club: Visschedyk hat sie abgeschossen.
Selbst berühmt ist der 14-Jährige zwar noch nicht, doch auf dem besten Wege dahin. Immerhin: Seine Eltern scheinen gut betucht zu sein, zumindest wohnen sie im schicken West Hollywood und haben ihrem Sohn eine professionelle Nikon-Kamera für 10.000 Dollar gekauft.«Ich habe vor drei Monaten angefangen, als Freelance-Fotograf zu arbeiten», erzählt Visschedyk, der noch die High School besucht, in einem Interview mit dem Sender ABC. «Ich wollte Geld machen und liebe Fotografie, es war also der beste Weg raus zu gehen und Leute zu treffen.» Dabei verfolge er einen Traum - eines Tages Milliardär zu sein.
Die ersten Karriereschritte sind bereits getan: Gemeinsam mit seinem 15-jährigen Freund Blaine Jones hat Visschedyk sich in einer leerstehenden Turnhalle ein Büro eingerichtet. Um neun Uhr begeben sich die Beiden jeden Abend auf ihren Streifzug durch die exklusive Nachbarschaft. Dabei immer im Gepäck, Hunderte Visitenkarten und ein Paar Kondome. «Nur für den Fall», sagt der 14-Jährige. Weil Visschedyk und Jones selbstständig arbeiten, verstoßen sie nicht mal gegen das kalifornische Gesetz zur Regelung von Jugendarbeit. Die einzigen, die den Freunden Vorschriften machen, sind ihre Eltern. Die achten darauf, dass das ambitionierte Duo immer pünktlich zur Bettruhe nach Hause kommt. Vor dem Schlafen werden allerdings noch schnell die Bilder bearbeitet. Und am nächsten Tag geht es weiter, immer auf der Suche nach dem besseren Bild. (nz)