netzeitung.deVon rotierenden Betten und «Liebesgrotten»

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Das wilde Leben von «Playboy»-Gründer Hugh Hefner wird verfilmt. Dabei geht es nicht nur um die Gründung des Verlagsimperiums, die Orgien und die «Bunnys» - sondern auch um den Kampf gegen die Zensur.

Obwohl Angebote hochkarätiger Regisseure wie Oliver Stone vorlagen, hat er sich jahrelang geziert. Erst kürzlich wurde Hugh Hefner ein Drehbuch vorgelegt, mit dem er «d'accord» geht, es geht immerhin um seine Geschichte: Wie das amerikanische Film-Fachblatt «Variety» berichtet, kommt das exzessive Leben des «Playboy»-Gründers bald unter der Regie von «X-Men»-Macher Brett Ratner auf die Kinoleinwand.

Der Film soll alles zeigen - von Orgien-Szenen auf dem berühmten «rotierenden und vibrierenden Bett» oder in der legendären «Liebesgrotte» bis hin zum gesellschaftlichen Engagement des 81-Jährigen für die Redefreiheit und seinen Einfluss auf die sexuelle Revolution in den USA.

«Hef stammt aus einer puritanischen Familie und veränderte sich derart, dass er zum Paten der sexuellen Revolution wurde», zitiert das Blatt Ratner. «Ich will alles zeigen, von seinem Kampf um das First Amendment (erster Verfassungszusatz), bis zur ersten Orgie und den Schlaganfall, der ihn in den achtziger Jahren fast tötete.»
Der weltbekannte Hasenkopf mit Fliege
600 Dollar investierte er 1953 in die erste «Playboy»-Ausgabe, deren Titelblatt Marilyn Monroe zierte, Hefners liebste Muse. Das Heft enthielt nicht nur erotische Aufnahmen, sondern außerdem umfangreiche Artikel gegen die Zensur und für die Meinungs- und Pressefreiheit. Erst 1972 kam das Männermagazin, für das der weltbekannte Hasenkopf mit Fliege steht, nach Deutschland, mittlerweile erscheint es weltweit in 20 Ländern. Seit 1988 hat sich «Hef» allerdings aus der Konzern-Leitung zurückgezogen, auf dem Chef-Sessel sitzt seither Tochter Christie.

Zu seinen besten Zeiten hatte der Unternehmer nach eigenen Angaben Sex mit bis zu elf Frauen gleichzeitig und behauptet insgesamt mit rund 1000 das Bett geteilt zu haben. Trotz Viagra-Konsums gesteht der 81-Jährige jedoch, dass seine Prioritäten sich mittlerweile verlagert haben. «Ich bin immer noch aktiv», so Hefner. «Aber es ist anders.» Inzwischen spiele er mit seinen sechs Geliebten eben lieber Domino. (nz)