21.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
'Ich widerspreche Tom (Cruise) in keinem Punkt'
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
John Travolta missioniert für Scientology: Wie einst Kollege Tom Cruise wettert jetzt auch der «Pulp Fiction»-Star öffentlich gegen Psychopharmaka. Dies deckt sich natürlich mit der Lehre der Organisation.
Kontroverse Aussagen in einem Interview mit dem US-Sender NBC bringen John Travolta nicht gerade Punkte auf der Beliebtheitsskala ein. Der 53-Jährige kritisierte die Verwendung von Psychopharmaka und sieht diese sogar als Ursache für die Massaker an amerikanischen Schulen. Angesichts der Tatsache, dass Travolta überzeugter Scientologe ist, wundert diese Meinung wenig - schließlich untersagt die Lehre von Scientology-Gründer L. Ron Hubbard den Anhängern psychiatrische Behandlungen.
Der «Pulp Fiction»-Star vertritt die selben Ansichten wie Hollywood-Kollege Tom Cruise. Ebenfalls Scientologe, hatte Cruise 2005 für Schlagzeilen gesorgt, nachdem er sich in der NBC-Show «Today» darüber empörte, dass Schauspielerin Brooke Shields aufgrund postnataler Depressionen nach der Geburt ihrer ersten Tochter Anti-Depressiva genommen hatte.
Vom US-Magazin «W» auf die Parallelen zu Cruise angesprochen, sagte Travolta: «Ich widerspreche Tom in keinem Punkt. (...) Wenn man die Schul-Massaker analysieren würde, würde klar werden, dass es bei dem Unglück nicht um Waffen-Kontrolle geht. Die wahre Ursache sind Drogen.»
Kein Wunder, dass der 53-Jährige dem «Top Gun»-Star nach dem Mund redet, hatte er selbst doch schon einmal Ärger wegen seines Glaubens: Im Sommer 2006 enthüllte eine amerikanische Hilfsorganisation für Autisten, dass ein Sohn Travoltas unter der Krankheit leidet. Laut einem Bericht der «Daily News», lassen der Schauspieler und seine Frau Kelly Preston, ebenfalls Scientologin, das Kind nicht psychiatrisch behandeln. Um nicht in Erklärungsnot zu geraten, hatte Travolta damals in der Öffentlichkeit behauptet, sein Sohn habe eine «Immun-Schwäche». (nz)