Regener wirft Grönemeyer «Aldi-Politik» vor
Es sei nicht «sein Ding», seinen Künstlerstatus für solche Zwecke zu nutzen, sagte Regener im Interview mit «Österreichs Jugendseite Chilli.cc».
«Stellen Sie sich vor, ich bin jemand, der Herbert Grönemeyers Musik nicht gut findet. Würde ich dann das, was er sagt, aber auf einmal auch schlecht finden, weil ich einfach seine Musik auch scheußlich finde? Ich weiß auch nicht, ob ich es unbedingt brauche, dass mir Herbert Grönemeyer die Welt erklärt. Ich weiß auch nicht, wie er auf die Idee kommt, plötzlich schlauer zu sein als alle anderen. Das gilt auch für Bono. Wie kommen die beiden auf die Idee, dass sie politisch schlauer wären als der Tischler nebenan. Das ist mir einfach nicht klar», so Regener. Und dann holt er aus:
Als es dann heißt, im Element of Crime-Kosmos gehe es immer um die kleinen Dinge des Lebens, verrät Regener, was er wirklich wichtig findet: «Wieso kleine Dinge des Lebens? Wir sind doch Individuen, da kann man doch nichts, was für einen Einzelnen wichtig ist, als klein ansehen. Es ist unser Leben, das Leben jedes einzelnen. Das ist doch der Punkt dabei. Ich will auch keine Songs, die 'wir' sagen oder gar befehlen mit 'ihr müsst'. In der Kunst geht es immer um den Einzelnen. Das ist die Seele aller Kunst. Alles andere ist doch nur Gelaber.» (nz)
