31.05.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Yoko Ono
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Weil Prinz Philipp auf der Jagd einen Fuchs erschlagen haben soll, hat sich ein britischer Künstler in einer Radioshow Hundefleisch einverleibt. Yoko Ono beteiligte sich an der ungewöhnlichen Protestaktion.
Um die Öffentlichkeit auf die angebliche Misshandlung von Tieren durch die königliche Familie aufmerksam zu machen, hat ein britischer Aktionskünstler Hundefleisch verspeist. Das Fleisch stammte von einem Corgi, der Lieblingshunderasse von Königin Elizabeth II. Der zu Fleischklößen verarbeitete Hund sei kürzlich in einem Zuchtbetrieb verendet und nicht für die Protestaktion getötet worden, betonte Mark McGowan.
Für seinen Protest hatte McGowan auf einer belebten Straße in London einen Tisch aufgebaut und darauf die Fleischklöße serviert. Sie wurden mit Äpfeln, Zwiebeln und Gewürzen verfeinert und mit einem Salat gereicht. Die Aktion wurde in einer Radiosendung live übertragen.
«Wir lieben unsere Tiere in Großbritannien»Auch Yoko Ono, die Witwe von Exbeatle John Lennon, habe ein Stück von dem Hund gekostet, sagte McGowan. Mit der Aktion reagierte der Künstler auf Medienberichte, wonach Prinz Philip, der Ehemann der Queen, bei einer Jagd einen Fuchs totgeschlagen haben soll. «Wir lieben unsere Tiere in Großbritannien», sagte MCGowan der Fernsehnachrichtendienst APTN.
Und er fuhr fort: «Warum erlauben wir es dann Menschen, und besonders jenen, die als Botschafter dieses Landes gelten, Tiere so respektlos zu behandeln?» Der Buckingham-Palast wollte sich dazu nicht äußern. Eine britische Tierschutzorganisation erklärte, es gebe keine Beweise für die Vorwürfe gegen Prinz Philip. So ganz geschmeckt zu haben schien McGowan das Hundefleisch nicht. «Ich habe drei Klöße gegessen, aber zwei wieder ausgespuckt», sagte der Künstler. (AP)