netzeitung.deDie Macht der Kulleraugen

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Manga von Arina Tanemura (Foto: PR<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Manga von Arina Tanemura
Foto: PR
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Außenminister Taso Ato sei Dank: In Japan wird in diesem Jahr der erste Nobelpreis an einen Manga-Zeichner verliehen.

Die Macht der Popkultur ist in Japan präsenter als im Rest der Welt, man denke nur an die so genannten Harajuku-Teenager in den Straßen von Tokio, die sich wie ihre Idole aus Fernsehen, Film, Musik oder Komik kleiden. Kein Wunder also, dass am 2. Juli in Japan ein Komik-Zeichner mit dem ersten «Manga-Nobelpreis» ausgezeichnet wird.

Unterstützt wurde die neue Nobelpreis-Kategorie von einem Mann der Staatsspitze: Kein geringerer als Außenminister Taro Aso machte sich für die Einführung der ungewöhnlichen Auszeichnung stark, berichtet die Onlineausgabe der CNN.

Die Verbindung aus Helden-Saga und niedlich-kindlichem Zeichenstil erfreuen sich nicht nur in ihrem Geburtsland großer Beliebtheit - «Manga und Anime (aninmierte Filme) verkaufen sich gut in Übersee», heißt es in einem Presse-Statement. Der erste «Manga-Nobelpreis» solle an einen Zeichner gehen, der dieser Komik-Form zu weltweitem Erfolg verholfen habe, so Aso.

Das gute Image japanischer Komiks könne sich außerdem positiv auf das Image des Landes auswirken, glaubt der Außenminister. Außerdem wolle er Manga-Künstler als Kultur-Botschafter in andere Länder schicken. Die aus Manga-Zeichnern und -Verlegern bestehende Jury wird den Nobelpreisträger um den 22. Juni wählen. Mit der Auszeichnung ist kein Geldpreis verbunden. (nz)