20. Mai 2007 09:55
Endlich richtig komisch sein zu dürfen, war ein «Meilenstein» in Sky du Monts Karriere. Der Jubilar kommt bei seinem Aussehen aber nicht umhin, immer wieder auf die Rolle des Herzensbrechers abonniert zu sein.
Dass der in Hamburg lebende Künstler sich mit Vorurteilen und Schubladendenken herumschlagen muss - was er in Interviews sowohl im Beruflichen als auch Privaten beklagte -, verwundert bei seinem Aussehen kaum. Es sind die Klischees vom unwiderstehlichen Herzensbrecher, blasierten Beau und vom schönen Schurken, die ihn verfolgen. So war es denn für du Mont ein «Meilenstein in seiner Karriere», in «Bully» Herbigs erfolgreicher Western-Komödie «Der Schuh des Manitu» den Bösewicht Santa Maria zu geben. Zwar wieder ein Gentlemen-Verbrecher, aber ein Part, in dem der smarte Schauspieler voller Selbstironie sein Snob-Image aufs Korn nehmen konnte. Ganz unauffällig hatte dagegen die Karriere du Monts, der aus der gleichnamigen Verlegerfamilie stammt, begonnen. In Buenos Aires als Sohn einer Engländerin und eines Deutschen geboren, wuchs er in München, der Schweiz und in London auf. Sein Bruder machte aus dem Vornamen Cayetano (Cay) den Namen Sky. Nach der Schauspielausbildung stand du Mont zunächst unter anderem in Berlin und München auf der Bühne, bevor er ab Mitte der 70er Jahre Rollen in Film und Fernsehen erhielt. 1976 gab der Schauspieler nicht nur sein Kinodebüt («Das Schweigen im Walde»), sondern feierte mit «The Boys from Brazil» an der Seite von Gregory Peck auch noch Hollywood-Premiere. Filme wie «Avalanche Express» und zahlreiche TV-Produktionen folgten.