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«Manitu»-Bösewicht du Mont wird 60

20. Mai 2007 09:55
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Endlich richtig komisch sein zu dürfen, war ein «Meilenstein» in Sky du Monts Karriere. Der Jubilar kommt bei seinem Aussehen aber nicht umhin, immer wieder auf die Rolle des Herzensbrechers abonniert zu sein.

Als attraktiver Gentlemen und charmanter Verführer umgarnt er auf der Leinwand eine schöne Frau - eine solche Rolle dürfte Schauspieler Sky du Mont eigentlich längst nicht mehr reizen. Zu oft schon musste der fast weißhaarige Schöne, der am heutigen Sonntag seinen 60. Geburtstag feiert, den Charmeur mimen. Dennoch blieb dem Künstler bei «Eyes Wide Shut» quasi keine Wahl: Der Film lockte nicht nur mit den Hollywood-Stars Nicole Kidman und Tom Cruise, sondern vor allem mit Stanley Kubrick. Eine Arbeit mit dem legendären Regisseur, dessen letztes Werk der Streifen (1999) wurde, ließ du Mont sämtliche Vorbehalte gegen die üblichen Klischees verdrängen. In Deutschland gehört er ohnehin schon lange zu den bekanntesten Schauspielern.

Komik als Meilenstein

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Dass der in Hamburg lebende Künstler sich mit Vorurteilen und Schubladendenken herumschlagen muss - was er in Interviews sowohl im Beruflichen als auch Privaten beklagte -, verwundert bei seinem Aussehen kaum. Es sind die Klischees vom unwiderstehlichen Herzensbrecher, blasierten Beau und vom schönen Schurken, die ihn verfolgen. So war es denn für du Mont ein «Meilenstein in seiner Karriere», in «Bully» Herbigs erfolgreicher Western-Komödie «Der Schuh des Manitu» den Bösewicht Santa Maria zu geben. Zwar wieder ein Gentlemen-Verbrecher, aber ein Part, in dem der smarte Schauspieler voller Selbstironie sein Snob-Image aufs Korn nehmen konnte.

Ganz unauffällig hatte dagegen die Karriere du Monts, der aus der gleichnamigen Verlegerfamilie stammt, begonnen. In Buenos Aires als Sohn einer Engländerin und eines Deutschen geboren, wuchs er in München, der Schweiz und in London auf. Sein Bruder machte aus dem Vornamen Cayetano (Cay) den Namen Sky. Nach der Schauspielausbildung stand du Mont zunächst unter anderem in Berlin und München auf der Bühne, bevor er ab Mitte der 70er Jahre Rollen in Film und Fernsehen erhielt. 1976 gab der Schauspieler nicht nur sein Kinodebüt («Das Schweigen im Walde»), sondern feierte mit «The Boys from Brazil» an der Seite von Gregory Peck auch noch Hollywood-Premiere. Filme wie «Avalanche Express» und zahlreiche TV-Produktionen folgten.

«Eine Seele in zwei Körpern»

In den 80er Jahren war du Mont in Kinohits wie «Das Boot» oder «Otto - Der Film» zu sehen und wirkte in der US-Fernsehserie «General Hospital» mit. Im TV ist er nach Rollen in Reihen wie «Der Kommissar», «Der Alte», «Derrick» und «Rosamunde Pilcher» bis heute präsent. Bei «Bullys» Leinwand-Parodie «(T)Raumschiff Surprise» war er ebenfalls wieder mit von der Partie. In der RTL-Comedy «Arme Millionäre» persiflierte er erneut sein Image. Auch privat begegnet der zum vierten Mal Verheiratete Vorurteilen, ist doch seine blonde Frau Mirja 29 Jahre jünger als er. Doch der dreifache Vater schwärmte mal in einem Interview («Bunte») über Mirja, mit der er Tochter Tara und Sohn Fayn hat: «Wir sind eine Seele in zwei Körpern.»

Längst nimmt sich du Mont nicht nur Zeit für Dreharbeiten. Er engagiert sich für die Kinderhilfsorganisation World Vision und äußert sich gelegentlich als FDP-Mitglied zu politischen Themen. Für den ZDF-Film «Prinz und Paparazzi» übernahm der Mime nicht nur die Hauptrolle, er hatte auch die literarische Vorlage und das Drehbuch geschrieben. Es war der erfolgreiche Erstling des Autors. Doch die Leidenschaft für das Schreiben scheint ihn wie die für das Schauspiel gepackt zu haben - erst vor wenigen Wochen legte der Schriftsteller, der keine Interviews zu seinem 60. Geburtstag geben will, mit «In besten Händen» seinen dritten Kriminalroman vor. (Dorit Koch, dpa)

 
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