Die Luft wird dünner für Phil Spector
16.05.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Wolf im Schafspelz? Phil Spector
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Langsam wird es eng: Im Mordprozess um Phil Spector hat jetzt auch noch dessen Chauffeur die Seiten gewechselt und den Beatles-Produzenten schwer belastet.
Im Mordprozess gegen den Musikproduzenten Phil Spector hat dessen Fahrer den Angeklagten schwer beschuldigt. Spector habe ihm gesagt: «Ich glaube, ich habe jemanden getötet», sagte Adriano De Souza vor Gericht in Los Angeles. Dabei habe der Produzent eine Schusswaffe in der Hand gehalten.
Spector wird beschuldigt, im Februar 2003 die Schauspielerin Lana Clarkson in seinem Haus im kalifornischen Alhambra erschossen zu haben. Er habe in der Nacht vor dem Haus im Wagen gewartet und ein Knallgeräusch gehört, sagte De Souza. Spector habe sich nicht weiter äußern wollen, er habe Blut an einem Finger gehabt und betrunken gewirkt. Im Foyer des Gebäudes habe er «die Beine einer Frau gesehen», erklärte der Fahrer weiter.
«Ich sah das Blut auf ihrem Gesicht»«Ich bin hineingegangen und sah das Blut auf ihrem Gesicht», sagte der Fahrer. Spector hat die Mordvorwürfe hingegen zurückgewiesen. Die Verteidigung macht geltend, Clarkson habe Selbstmord begangen.
Spector ist einer der einfluss- und erfolgreichsten Produzenten der Popmusik. In den 60er Jahren erfand er den opulenten «Wall of Sound». Er produzierte Hits wie «Then He Kissed Me» von den Crystals, «Walking In The Rain» von den Ronettes und «You've Lost That Loving Feeling» von den Righteous Brothers. (AP)