10.05.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Sting hat Köchin diskriminiert
Weil sie nicht mehr ununterbrochen zur Verfügung stand, sollen Sting und seine Frau ihre Köchin entlassen haben. Nun hat sie geklagt - und in der ersten Instanz gewonnen.
Der britische Popstar Sting und seine Frau Trudie Styler haben einen Rechtstreit um sexuelle Diskriminierung ihrer einstigen Köchin verloren. Sie hätten sich «beschämend verhalten», als sie die schwangere Köchin Jane Martin im April 2006 entließen, entschied ein Arbeitsgericht in Southampton nach Angaben der Zeitung «The Daily Mail» von Donnerstag. Dem berühmten Paar droht demnach nun eine hohe Entschädigungszahlung. Styler nannte das Urteil «Travestie».
Martin war nach dem Bericht acht Jahre bei der Firma Stings und seiner Frau, Lake House Estate, angestellt. Die 41-Jährige kochte für Stars wie Madonna, Elton John und Bob Geldof in dem Luxusanwesen nahe Salisbury in Südengland. Als Martin 2005 schwanger wurde, sei sie jedoch öfter nach London gefahren, heißt es. Stings Frau Trudie Styler sei ausgeflippt, als Martin öfter frei nehmen musste. Nach Angaben der Zeitung sagte Styler: «Sie muss zur Verfügung stehen, wenn ich sie brauche, oder sie muss ihre Position überdenken.» Auch andere Mitarbeiter sollen verängstigt gewesen sein, weil sie Styler «königlich» behandeln mussten.
«Wir sind überrascht über die Entscheidung. Manche Angaben des Gerichts scheinen verdreht, und es wird eine Berufung geben», sagte ein Sprecher der Verteidigung Stylers. Über die Entschädigung soll in einer Anhörung am 8. Juni entschieden werden. (dpa)