netzeitung.deHilton mit offenem Bauch und Hund

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Lupe Hilton mit offenem Bauch und Hund

Der Künstler Daniel Edwards hat Paris Hilton als Skulptur verewigt - mit gespreizten Beinen und geöffneter Bauchdecke. Und natürlich meint er das alles nur gut.

Eine gebärende Britney Spears, die sich an einem Bärenkopf festhält, US-Präsidentschafts- Anwärterin Hillary Rodham Clinton mit tiefem Dekolletee oder auch ein Häufchen Kot von Tom Cruises Tochter Suri: Der New Yorker Künstler Daniel Edwards sucht die Vorlagen für seine Skulpturen offenbar nach Medienwirksamkeit aus. Deshalb ist nun auch Paris Hilton dran.

Da sich die Hotelerbin auffällig sensibel zeigt, seitdem sie zu einer Haftstrafe verurteilt wurde, dürfte Edwards' Werk ihr den Rest geben. Denn seine Hilton ist nicht nur nackt, sondern offenbar auch tot, aufgeschnitten und in - nun ja - unvorteilhafter Pose dargestellt.

Mit zum Sex bereit gespreizten Beinen und gespanntem Rücken liegt sie auf dem Boden, die Bauchdecke ist wie zur Autopsie geöffnet, der zum Vorschein kommende Darm ist im Gegensatz zur weißen Statue graugelb. In einer Hand hält sie ein Cocktailglas, in der anderen ein Mobiltelefon. Auf ihre Brust stützen sich die Vorderpfoten von Tinkerbell, ihrem Schoßhund, der das gleiche Krönchen trägt wie seine Herrin. Die Innerein sind laut Beschreibung übrigens «herausnehmbar».

Zum Schutz der Jugend
Nichts liege ihm ferner, als die 26-Jährige zu verunglimpfen, verteidigt der Künstler sein Werk. Es gehe darum, Jugendliche vor den Gefahren des Alkohols zu warnen.

«Ich habe gerade an eine Reihe von Freunden denken müssen, die ich in der Highschool-Zeit verloren haben, weil sie betrunken Auto gefahren sind», so Edwards. Hilton sei «das Vehikel für eine öffentliche Mitteilung zur Unterrichtung von Teenagern.» Mit der Arbeit an der Polyester-Hilton habe er begonnen, nachdem die echte Hilton im Januar verhaftet worden sei.

Nachruf schreiben
Der «Simple Life»-Star sei eine «Verführerin», so der 42-jährige Künstler weiter. Doch respektiere er «ihre Fähigkeit, eine Karriere aus dem Nichts zu schaffen». Sein provokativer Gebrauch leerer Prominenter plus der Schockfaktor erreiche die Menschen, bringe die Sache auf den Punkt. «Wenn ein Mensch gerettet wird, ist das großartig.» Ob dabei hilft, dass Schüler in der Galerie aufgefordert werden, an einem Wettbewerb teilzunehmen, für den sie einen Nachruf auf die Prominente schreiben sollen?

Oh, und natürlich kann man «Paris Hiltons Autopsie» auch kaufen, allerdings muss man den Preis mit dem Galeriebesitzer David Kesting aushandeln.

Hiltons neuer, alter Sprecher Elliot Mintz hat sich zu der Skulptur bisher nicht äußern wollen. (nz)