10.05.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Phil Spector
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Für den Beatles-Produzenten wird es eng: Zwei weitere Frauen haben den wegen Mordes angeklagten Phil Spector schwer belastet.
Im Mordprozess gegen den Musikproduzenten Phil Spector haben zwei weitere Frauen den Angeklagten als gewalttätig beschrieben. Sie sagten am Mittwoch vor einem Gericht in Los Angeles aus, Spector habe sie mit Waffen bedroht. Der Musikproduzent wird beschuldigt, im Jahr 2003 die Schauspielerin Lana Clarkson in seinem Haus erschossen zu haben.
Die Zeugin Melissa Grosvenor sagte aus, Spector habe ihr eine Waffe an den Kopf gehalten und gesagt: «Wenn du versuchst, mich zu verlassen, werde ich dich töten». Als er sie später erneut gebeten habe, mit ihm auszugehen, habe sie abgelehnt. Daraufhin habe er Botschaften auf ihrem Anrufbeantworter hinterlassen wie «Ich habe Maschinengewehre, und ich weiß, wo du wohnst».
Auch Stephanie Jennings sagte aus, sie sei 1995 von Spector bedroht und in einem Hotelzimmer festgehalten worden. Sie habe die Polizei gerufen, aber keine Anzeige erstattet. Ähnliches hatten bereits zuvor zwei Frauen ausgesagt.
Der 66 Jahre alte Spector ist einer der einfluss- und erfolgreichsten Produzenten der Popmusik. In den sechziger Jahren erfand er die opulente «Wall of Sound». Er produzierte Hits wie «Then He Kissed Me» von den Crystals, «Walking In The Rain» von den Ronettes und «You've Lost That Loving Feeling» von den Righteous Brothers und wurde vor allem durch seine Arbeit mit den Beatles bekannt. (AP)