Spector und der «Selbstmord aus Versehen»
Spectors Verteidiger kündigten an, die Unschuld ihres Mandanten mit wissenschaftlichen Untersuchungen zu beweisen. Die Blutspuren und der Einschlagskanal der Kugel zeigten, dass sich Clarkson selbst mit der Pistole das Leben genommen habe, sagte Spectors Anwältin Linda Kenney Baden. Ihr Kollege Bruce Cutler sprach von einem «versehentlichen Selbstmord». Cutler hielt den Ermittlern vor, dass sie Spector von Anfang an als Mörder angesehen und alle anderen Erklärungen für den Todesfall ignoriert hätten.
In seinem Eröffnungsplädoyer am Mittwoch hatte Staatsanwalt Alan Jackson den Angeklagten als Mann dargestellt, der auf bestimmte Herausforderungen «hinterhältig und gefährlich» reagiere. Er werde dem Gericht beweisen, dass Spector eine geladene Pistole in Clarksons Mund hielt und abdrückte. Spector hatte vor Prozessbeginn wiederholt erklärt, er sei unschuldig, Clarkson habe sich selbst erschossen.
Spector hatte mit Elvis Presley, The Ronettes und den Beatles gearbeitet. Sein Ansehen verdankt er vor allem der «Wall of Sound»- Aufnahmetechnik, die er in den 1960er Jahren für Hits wie «Be My Baby» und «Chapel Of Love» entwickelte. (dpa)

