27.04.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Stefan Raab
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Im PR-Streit um den Ex-«DSDS»-Kandidaten Max Buskohl fährt Stefan Raab schwere Geschütze auf. Der Moderator hat RTL mit der RAF verglichen - und gleich die nächste Aktion angekündigt.
Weil «Deutschland sucht den Superstar»-Aussteiger Max Buskohl laut RTL-Verträgen derzeit nicht bei «TV total» auftreten darf, gab sich Stefan Raab am Donnerstagabend erneut als Freiheitskämpfer: In seiner Pro7-Show hat der Moderator den Konkurrenzsender wegen der sogenannten Knebelverträge mit der RAF verglichen.
Raab zeigte in der Sendung eine Fotomontage des 18-jährigen Sängers, auf dem ein Stern, ein Maschinengewehr und der Spruch «Seit 196 Tagen Gefangener von RTL» abgebildet waren. Währenddessen skandierte das Publikum im Hintergrund «Freiheit für Max Buskohl!». Das Bild erinnerte an ein Erpresser-Foto der Terrorgruppe, das den 1977 von der Organisation ermordeten Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer zeigte.
Er habe mit dem Bild lediglich die «Knebelverträge» von RTL kritisiert und in keinster Weise die Opfer der RAF diffamieren wollen, verteidigt Raab die Darstellung am Freitag. «Jede andere Unterstellung ist absurd», so der Moderator.
Und er scheint Freude am Thema gefunden zu haben: In seiner Sendung «probte» Raab eine für Samstagabend angekündigte Großdemonstration, die während der Live-Übertragung von «DSDS» stattfinden soll. Dabei hatten Zuschauer Plakate mit der Aufschrift «RTL ist kriminell» und «Max her, aber schnell» hoch gehalten. Er habe fast alle Karten für die RTL-Show am Wochenende gekauft, scherzte Raab. (nz)