26.04.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Stephen Hawking
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Der Aufbruch der Menschheit in den Weltraum ist nach Einschätzung des Astrophysikers Hawking unumgänglich. Trotz Lähmung testet er schon mal die Schwerelosigkeit.
Die Reise in den Weltraum ist nach Einschätzung des Astrophysikers Stephan Hawking eine Überlebensfrage für die Menschheit. «Früher oder später könnte eine Katastrophe das Leben auf der Erde auslöschen», sagte der gelähmte Wissenschaftler vor seinem ersten Parabelflug in die Schwerelosigkeit am Donnerstag. Wenn die Menschheit langfristig überleben wolle, sei eine Expansion ins Weltall unumgänglich. Bei Parabelflügen erzeugen Piloten mit einem steilen Sturz für rund 25 Sekunden das Gefühl absoluter Schwerelosigkeit.
«Für jemanden wie mich, dessen Muskeln nicht sehr gut funktionieren, wird es ein Glück sein, gewichtslos zu sein», sagte Hawking der Nachrichtenagentur AP vor seinem Flug. Der 65-Jährige leidet an amyotropher Lateralsklerose (ALS) und kann nur mit einigen Gesichtsmuskeln über einen Computer kommunizieren. «Ich wollte schon mein ganzes Leben lang in den Weltraum fliegen.»
Das Luftfahrtunternehmen Zero Gravity Corporation bietet die Flüge für 3750 Dollar an. Dabei werden die Passagiere mit einer Boeing 727 im Steilflug auf 10.000 Meter Höhe befördert, bevor die Maschine fast 2500 Meter in die Tiefe stürzt. Die Fluggäste fühlen sich so fast eine halbe Minute lang absolut schwerelos. Für Hawking ist der Flug kostenlos. Im vergangenen Jahr hatte der Astrophysiker den Wunsch geäußert, eines Tages ins All zu fliegen. (AP)