netzeitung.deAl Fayed will Diana- Untersuchung verschieben

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Prinzessin Diana (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Prinzessin Diana
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In einem neuen Verfahren um Prinzessin Dianas Tod hat Dodi Al Fayeds Vater Mohamed nun Aufschub beantragt. Die vorsitzende Richterin will davon jedoch nichts wissen.

Kurz vor Beginn einer neuen gerichtlichen Untersuchung des Todes von Prinzessin Diana und ihres Freundes Dodi al Fayed hat dessen Vater einen Aufschub um sechs Monate beantragt. Man benötige mehr Zeit, um sich auf das Verfahren vorzubereiten, erklärten die Anwälte des Londoner Kaufhausbesitzers Mohamed al Fayed am Montag.

Die Vorsitzende Richterin, Oberhausmitglied Baronin Elizabeth Butler-Sloss, lehnte den Antrag umgehend ab. Eine solche Verzögerung sei den betroffenen Familien nicht zuzumuten. Eine Entscheidung stand vorerst aus.

Al Fayed hatte am vergangenen Freitag einen wichtigen juristischen Sieg errungen. Gegen den Willen von Butler-Sloss entschied ein dreiköpfiges Richtergremium, bei dem Verfahren Geschworene zuzulassen. Al Fayed zeigte sich daraufhin zuversichtlich, «dass zweifellos festgestellt wird, dass es Mord war». Seinen Anwälten zufolge gilt es nun, noch viel aufzuarbeiten. Angesichts der Tatsache, dass bis zur Aufnahme der Untersuchungen fast zehn Jahre vergangen seien, komme es auf sechs weitere Monate nicht mehr an.

Nach britischem Recht konnte das Verfahren erst Anfang dieses Jahres beginnen, weil zunächst die Ermittlungen in Frankreich abgeschlossen werden mussten. Dies war Ende 2003 der Fall. Die gerichtlichen Untersuchungen in Großbritannien wurden formell schon am 6. Januar 2004 eingeleitet, dann aber wieder auf Eis gelegt, um der britischen Polizei Gelegenheit zum Abschluss ihrer Ermittlungen zu geben.

Al Fayed glaubt immer noch an Mord
Nach deren Bericht vom 14. Dezember wurden Diana und Dodi Opfer eines tragischen Unfalls, ein Mordkomplott wurde ausgeschlossen. Es gebe keinen Grund, eine Verwicklung der Königlichen Familie in das Unglück zu vermuten, hieß es. Auch sei die geschiedene Frau von Thronfolger Prinz Charles nicht schwanger gewesen.

Dodis Vater hat die Unfallthese stets angefochten und den Behörden Vertuschung vorgeworfen. Diana und Dodi waren am 31. August 1997 ums Leben gekommen, nachdem ihr Auto kurz nach Mitternacht im Pariser Alma-Tunnel gegen eine Pfeiler geprallt war. Ihr Fahrer Henri Paul war laut britischen Ermittlungen betrunken. Das Paar wurde seinerzeit von Paparazzi verfolgt. (Jennifer Quinn/AP)