Die Fans sind geschockt, die Musikwelt ratlos, Experten rätseln. Was hat Britney Spears zu dem drastischen Schritt bewegt, sich eine Glatze scheren zu lassen? Die 25-Jährige hatte sich am Wochenende in Kalifornien den Kopf rasieren lassen. Anschließend stach ihr ein Tätowierer zwei neue Tattoos.
These eins: Die Büßerin Der Popstar wurde bereits als Kind von der Mutter zu Castings und Gesangswettbewerben geschleift. Der frühe Ruhm, die gescheiterte Ehe mit Kevin Federline, die Rund-um-die-Uhr-Überwachung durch die Paparazzi, zwei Kinder und jetzt die wilden Partynächte - das Popstarleben könnte der 25-Jährigen schlichtweg über den Kopf gewachsen sein. Mit dem drastischen Eingriff in ihr Äußeres will sie nun womöglich dem inneren Schmerz entgegenwirken, vermutet der Psychologe.
Auch eine psychische Störung oder Drogeneinflüsse werden nicht ausgeschlossen. In US-Medien wird bereits darüber spekuliert. Auch von stressbedingtem Haarausfall, den der Kahlschlag vertuschen solle, war die Rede. These zwei: Die Masochistin Gemischte Reaktionen provoziert die neue «Frisur» der Sängerin bei den Fans. In Internetforen spekulieren Spears-Anhänger bereits wild über die Ursachen der Wandlung ihres Stars. Manche zeigen sich geschockt, andere mitfühlend. Etliche halten den neuen Look für einen Ausdruck starken Leidens. Will sich Spears mit ihrem Lebensstil zugrunde richten? So schreibt etwa ein Fan unter dem sprechenden Alias «LoNeLy»: «Da stecken ernstzunehmende psychologische oder gesundheitliche Probleme dahinter.» Psychologen kennen die Selbstverstümmelungsversuche bei psychischen Krisen, etwa Hautritzungen. Sollen die Tattoos wirken wie Selbstverletzungen? Ein Spears-Verehrer mit dem Nicknamen «Pan» wiegelt im Internet ab: «Finde sogar, das steht ihr, sie erinnert mich nun an Sinead O'Connor». These drei: Die PR-Süchtige Anderen Spekulationen zufolge hat Spears sich von Madonna inspirieren lassen, die sich wie ein Phoenix aus der Asche immer wieder neu erfindet. Als Spears zum Friseur und anschließend zum Tattoo-Studio ging, wurde sie offenbar von einem Fotografen begleitet. Steckt eventuell sogar das Management hinter der Sache? Nicht auszuschließen ist, dass der Kahlschlag als spektakuläre PR-Maßnahme inszeniert wurde. Doch diese These erscheint eher unwahrscheinlich, da bislang weder etwas über ein neues Album bekannt ist, noch andere Projekte anstehen. Vielleicht vermischen sich alle drei Gründe sogar, denn bei Stars ist das Privatleben oft gestört, weiß auch Medien-Psychologe Thiel. «Öffentliches und privates Leben geraten dann durcheinander und können schwer getrennt werden.» Ob Spears mit der Glatze einen Modetrend auslösen kann wie Madonna mit ihren Cowboystiefeln, ist fraglich. (nz)
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