14.02.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Kiefer Sutherland
Foto: RTL2/Fox
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Vertreter des amerikanischen Militärs kritisieren die TV-Serie «24»: Die gezeigten Folterszenen hätten einen schlechten Einfluss auf US-Soldaten und kommunizierten ein negatives Amerika-Bild.
Um Informationen von Verdächtigen zu erhalten, foltere Kiefer Sutherland alias Jack Bauer zu viel, sagte Patrick Finnegan laut US-Magazin «New Yorker». Der Brigadier General besuchte kürzlich die Dreharbeiten der erfolgreichen TV-Show «24» in Kalifornien, um mit den Machern über die Auswirkungen, die die gezeigten Folterszenen auf im Ausland stationierte US-Soldaten haben könnten, zu sprechen. Es sei bekannt, dass die Serie unter amerikanischen Soldaten äußerst beliebt sei, so Finnegan.
«Ich möchte, dass diese Szenen nicht mehr gezeigt werden. Sie sollten lieber eine Sendung machen, in der Folter negativ dargestellt wird. Junge Leute sehen das und sagen 'Wenn Folter verkehrt ist, was ist dann mit '24'?'. Das verstörende an der Sache ist, dass obwohl es Jack Bauer nicht leicht fällt zu foltern, es immer das patriotische Mittel ist, auf das er zurückgreift», so der Brigadier.
David Danzig, Sprecher bei Human Rights First sagte: «Wir haben mit Soldaten gesprochen, die im Irak waren und die sagen, dass es bei jungen Soldaten eine direkte Verbindung gibt zwischen dem, was sie im Fernsehen sehen und ihrer Handlungsweise. Das negative Bild von Amerika und unserem Militär wird so bestätigt.»
Die Produzenten der Serie ließen die Vorwürfe unkommentiert. (nz)