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Dutzende «Borats» im eisigen Bodensee

21. Jan 2007 13:51
Blondinen unter sich: Gottschalk (l) mit Rodlerin Otto (M) und Schauspielerin Furtwängler (r)
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Pech für «Wetten, dass...?»-Moderator Gottschalk: Er hat schon wieder seine Saalwette verloren. Dafür durfte er sich einige Blondinen auf die Couch holen.

Von Gisela Mackensen

Das Bild hätte jedem Slapstick-Film zur Ehre gereicht: Angetan mit teils höchst eigenwilligen Badehosen- Kreationen hüpften am Samstagabend mehr als 50 Wagemutige in den eiskalten Bodensee. Damit verlor Moderator Thomas Gottschalk erneut seine Saalwette.

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Glück allerdings für den Schauspieler Peter Sattmann, der die Stadtwette der ZDF-Show «Wetten, dass... ?» in Friedrichshafen moderierte - er musste nicht als Ersatzmann ins kalte Nass. Die Vorgabe, als «Borat» kostümiert in die fünf Grad kalten Fluten zu hüpfen, erfüllten viele Mutige - bejubelt von 6500 Schaulustigen.

Etliche Badefreunde zeigten mit aufgemalten Trägern und angeklebtem Schnauzbart eine sehr eigenwillige Interpretation des «Reporters aus Kasachstan», der sich im Film in einem giftgrünen Trägertanga lächerlich macht. Auch ausgeschnittene Damen-Modelle wurden als «Nachbau» des markanten Einteilers aus dem Kinohit des britischen Komikers Sacha Baron Cohen vorgeführt.

"Es war schweinekalt"

Gottschalk selbst hatte sich 24 Stunden zuvor in einer Original- Borat-Hose ins Wasser gewagt - allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit, die den Badespaß nur als Aufzeichnung zu sehen bekam.

«Es war schweinekalt, aber ich habe meinen inneren Schweinehund im Bodensee begraben», erzählte der Moderator. Mit dem Bad löste er seine Wettschuld aus der Sendung vom 9. Dezember in Bremen ein.

Für die nun verlorene Stadtwette muss Gottschalk einen Tag lang Tourmanager bei der Pop-Gruppe Tokio Hotel spielen. Der Frontmann der Band, Bill Kaulitz, gehörte zu den Wettpaten der 166. Ausgabe der Unterhaltungsshow, die 13,5 Millionen Zuschauer (Marktanteil 42,5 Prozent) vor den Bildschirm lockte.

Fans von Tokio Hotel hysterisch

Der exzentrisch geschminkte 17- Jährige mit dem stachelig hoch toupierten Haar löste unter seinen Fans hysterische Zustände aus. Zwei von ihnen konnten am Abend ihr Glück kaum fassen.

Sie durften neben ihrem Idol auf dem Sofa sitzen. Gottschalk, in drachenbestickter langer Jacke, roter Weste und schwarzer Lederhose, wie immer glatt rasiert und blond gelockt, führte souverän durchs Wettprogramm und plauderte locker mit seinen prominenten Gästen.

Schauspielerin Maria Furtwängler bewies ebenfalls Schlagfertigkeit. «Vier Blondinen auf der Couch», kommentierte sie trocken, als sie neben ZDF-Moderatorin Nina Ruge, Rennrodlerin Sylke Otto und Gottschalk auf dem Sofa saß.

Zum Blondinen-Quartett gesellte sich später die dunkelhaarige Schauspielerin und Sängerin Yvonne Catterfeld. Neben den deutschen Wettpaten, zu denen Stammgast Peter Maffay gehörte, sorgte die Soulsängerin Beyoncé Knowles für internationales Flair.

Für die musikalische Unterhaltung waren die Band Take That, der italienische Sänger Zucchero und der australische Country-Musiker Keith Urban zuständig, der ohne seine Frau Nicole Kidman nach Deutschland gekommen war.

Mutprobe für Nina Ruge

Nina Ruge («Alles wird gut») hatte auf den Österreicher gesetzt und musste zur Strafe eine Vogelspinne von einem Glaskäfig in einen anderen setzen. Sie überwand ihre Spinnenphobie und gewann damit doch - wenn auch nur eine Mutprobe. (nz)

 
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