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Désirée Nick gegen Eva Herman

19. Jan 2007 11:15
Désirée Nick
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«Eva go home» heißt ein Buch, mit dem sich die Kabarettistin Désirée Nick der Aufmerksamkeit sicher sein kann. Sie greift darin Eva Hermans «Eva-Prinzip» scharf an.

Sie habe für die ehemalige «Tagesschau»-Sprecherin nichts als Verachtung übrig, sagt Désirée Nick über Eva Herman. Sie sei eine «Müttergenesungs-Anführerin» und «selbsternannte Heilsbringerin». Grund für die harschen Worte ist neben der Medienwirksamkeit Hermans umstrittenes Buch «Das Eva-Prinzip».

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  • Nick hat eine «Streitschrift» namens «Eva go home» verfasst. Und nach eigenen Angaben habe sie drei Monate lang gewartet, dass jemand anderes auf Hermans Aufruf zur Rückkehr zu traditionellen Frauenrollen antwortet. «Denn eine muss auf den Mist ja antworten», zitiert die Zeitung «Die Welt» die Kabarettistin. Im Dezember habe sie dann mit dem Schreiben begonnen. «Bei so viel Unsinn würde Schweigen ja Zustimmung bedeuten.»

    Sie könne nicht hinnehmen, dass Herman den berufstätigen Frauen insbesondere den Karrierefrauen die Schuld am Aussterben der Deutschen und am Scheitern von Partnerschaften zuweise. «Unzählige Frauen, unter ihnen Prominente wie Politikerin Silvana Koch-Mehrin, Malerin Elvira Bach, Sängerin Nena, Schauspielerin Senta Berger oder Model Nadja Auermann, bringen Familie und Karriere gut unter einen Hut, bei ihnen löst diese Kombination im Gegensatz zu Nachrichtensprecherin Eva Herman keine medienwirksame Sinnkrise aus», sagte Nick bei der Buchvorstellung in Berlin.

    Versteckt im Bohlen

    Der Kauf von Hermans Buch sei der «demütigendste Tag des vergangenen Jahres» für sie gewesen, so die Kabarettistin weiter. «Dazu bin ich extra mit der S-Bahn nach Spandau gefahren. In der Warteschlange dieses Machwerk in den Händen zu halten, war mir so peinlich, dass ich es im Schutzumschlag des letzten Dieter-Bohlen-Buches versteckte.» (nz)

     
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