netzeitung.de«Es gab keine Pauli-Affäre»

 Herausgeber: netzeitung.de

In Bayern liegt die Wahrheit im Bier (Foto: stoiberschau.de<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe In Bayern liegt die Wahrheit im Bier
Foto: stoiberschau.de
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der Rücktritt von Stoiber bringt nicht nur Unruhe in die Politik - auch Kabarettisten müssen sich umstellen. Stoiber-Double Krebs verteidigt auf Netzeitung.de sein berufliches und politisches Vorbild. Der Insider spricht (.mp3; 2 MB)

«Pauli muss weg», fordert Wolfgang Krebs landauf, landab auf den Bierzelt- und Kabarettbühnen des Freistaates Bayern, seit sich die Motorrad-Pilotin und Landrätin Gabriele Pauli für einen Putsch gegen Edmund Stoiber stark macht.

Geholfen haben seine Appelle aber nicht: Am Donnerstag verkündete Stoiber den Rücktritt von allen Ämtern. Ab dem 30. September ist er aller Voraussicht nach nur noch einfacher Landtagsabgeordneter.

Doch auch nach Stoibers Rücktritt wird für Krebs noch genug zu tun bleiben. Derzeit studiert er Auftreten und Tonlage von CSU-Landtagsfraktionschef Joachim Herrmann, wie er im Interview mit Netzeitung.de schildert.

Stoiber zu imitieren, war für ihn eine Zeit, «den Bayern zu erklären, was Stoiber mit seinen oft etwas komplizierten Sätzen meint». Er sieht sich als Botschafter des scheidenden Ministerpräsidenten.

Richtig sauer ist Krebs auf die Stoiber- Kritikerin Pauli. Die Fürther Landrätin und CSU-Vorständlerin muss zurücktreten, verlangt der Parodist, der aber auch CSU-Mitglied ist. Insofern kämpfte er nicht nur auf den Bierzeltpodien des Freistaates, sondern auch im Ortsverband für sein Vorbild. Eben ein echter Botschafter Stoibers. (nz)