14.01.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Uschi Obermaier
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Mitbegründer der «Kommune 1», Langhans, hat Befürchtungen geäußert, die Film-Biografie seiner Ex-Partnerin Obermaier könne einen falschen Eindruck hinterlassen. Die «K 1» erscheine als «verkopfter, freudloser Haufen».
Der Mitbegründer der legendären Berliner «Kommune 1», Rainer Langhans, sieht der verfilmten Biografie seiner früheren Partnerin Uschi Obermaier mit Skepsis entgegen. Im Interview mit dem Nachrichtenmagazin «Focus» äußerte der 66-Jährige Besorgnis, dass der Film «Das wilde Leben» ihn selbst und die antibürgerliche «K1» verzerrt darstelle. Er fürchte, die «K 1» erscheine als «verkopfter, freudloser Haufen, dem die große Granatensexbombe Uschi erstmal das wahre Leben beigebracht hat. So war es nicht, bei Gott nicht».
Langhans, der seine Persönlichkeitsrechte für 15.000 Euro verkauft habe, habe zwar die Entwicklung des Filmes verfolgt, kenne aber dessen Endfassung nicht. Der Film von Regisseur Achim Bornhak schildert die Lebensgeschichte der Münchnerin Obermaier, die als Model und Geliebte der Musiker Jimi Hendrix und Mick Jagger in den Sechzigern zur Sex-Ikone avancierte. Die antibürgerliche «K 1», sagte Langhans, habe das «Herz dieser Revolte» dargestellt: «Damals lebten wir die angstlose Freiheit des einzelnen (...) auch in besitzlosen Beziehungen. Das konnte Uschi aber nicht ertragen, aus Eifersucht, denn natürlich wollte sie immer die Prinzessin sein.»
Überhaupt sei Obermaier «so was von verklemmt zu uns reingekommen! Sie ist ja ein Unterschichtmädchen, und Menschen aus der Unterschicht sind besonders gehemmt». Die Freundschaft zwischen ihm und Obermaier habe während der Arbeit am Film gelitten. Langhans erinnert die Beziehung zu Obermaier aber als sehr glücklich: «Alle haben gesehen, wie schön das war und wie zart. Es war eine vollkommene Liebesgeschichte, und ich stehe absolut dazu.» (nz)