Doch wird er auch ernsthaft: Er verteidigte seine Entscheidung, zum Thema Islam keinerlei Witze zu machen. Das geschehe aus reiner Vorsicht, «denn ich habe keine Kontrolle darüber, was andere daraus machen», sagte Schmidt.Und er zeigte sich auch ungewohnt offen: Er sei gänzlich außerstande, Sentimentalitäten zu ertragen, sagte Schmidt. Er selbst gestatte sich ebenfalls keine. «Es ekelt mich, muss ich wirklich sagen ... Wenn ich bei anderen sehe, wie der Kiefer zittert, wie die Augen feucht werden - da fühle ich mich belästigt.»
Trotz Angst vor Gefühlen ist Schmidt bei den Geburten von zwei seiner Kinder dabei gewesen. «Ich stand da, und im Grunde war mir alles ruiniert worden durch die RTL-Entbindungsshows, wo Väter mit zwei Ohrringen und Transferleistungsgesicht in eine adipöse Gattin reinheulen. Ich konnte mich von diesen Bildern, die ich vorgegaukelt bekommen habe, nicht freimachen.» (nz)