14.11.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Borat in Aktion
Foto: Verleih/Fox
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Ein US-Student fühlt sich von «Borat» vorgeführt. Schlecht für seine nun eingereichte Klage auf Schadenersatz: Auf Privat-Fotos im Web ist er genauso bierselig wie im Film zu sehen.
«Erniedrigung, seelische Schmerzen, emotionale und körperliche Qualen» wollen die Betreiber einer Klage gegen die Filmfirma 20th Century Fox erlitten haben. Schuld daran sei ihr Auftritt in dem Film «Borat», sagen sie. Dort sind zwei der Kläger, Studenten aus einer Verbindung, angetrunken zu sehen.
Außerdem sehen sie sich gemeinsam mit dem Hauptdarsteller Borat (Sacha Baron Cohen) ein Sexvideo mit Pamela Anderson an und äußern sich frauenfeindlich. Dafür wollen die beiden US-Bürger nun Schadenersatz in Höhe von mehreren zehntausend Dollar und sie wollen unkenntlich gemacht werden. «Keine Chance» räumt ein Sprecher des Studios der Klage ein.
Verräterische FotosNun dürften die Chancen noch ein bisschen weiter gesunken sein. Die Website «The Smoking Gun» (TSG) hat nämlich die Myspace-Seite eines der Kläger, des 24-jährigen Justin S., ausfindig gemacht. Dort listet der ehemalige Vizepräsident der Bruderschaft Chi Psi von der Universität South Carolina unter Hobbys unter anderem «sich betrinken und Spaß haben» auf. Besonders interessant für die Rechtsanwälte der Gegenseite dürften zudem die Privat-Fotos sein, die S. online gestellt hat.
Darauf ist er, so TSG süffisant, selten ohne Alkohol in der Hand abgelichtet. Mehrere der Aufnahmen sind nun auch auf der Website von «The Smoking Gun» zu sehen. Die Mitteilung eines Freundes in S.'s Gästebuch startet denn auch passenderweise mit der Begrüßung: «Hi, mein betrunkener Freund!». Auf Anfrage des Webdienstes wollte sich der so Düpierte übrigens nicht mehr zu dem Thema äußern. (nz)