netzeitung.deSchmidt lobt Schmidt als «breite Nudel»

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Harald Schmidt (Foto: ARD/Görgen<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Harald Schmidt
Foto: ARD/Görgen
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Zumindestens einer ist mit der großen Koalition zufrieden: Entertainer Harald Schmidt. Besonders begeistert ihn die Gesundheitsministerin.

Als Freund des «Unterschichten-Fernsehens» ist Harald Schmidt schon seit einiger Zeit bekannt. Nun äußerte sich der Entertainer auch zu der aktuellen Debatte über Armut in Deutschland - wenn auch nur am Rande. In der «Münchner Runde» des BR-Fernsehens plauderte Schmidt zunächst vor allem über die Arbeit der großen Koalition. Und die kam bei dem 49-Jährigen erstaunlich gut weg.

«Diese Koalition arbeitet nicht schlechter als andere Regierungen, nur ruhiger. Und ich genieße diese Ruhe sehr», so Schmidt. Merkel werde noch viele außenpolitische Möglichkeiten bekommen, sich zu profilieren, meinte er weiter. Auch die Mitglieder des Bundeskabinetts seien weitaus besser als ihr Ruf, der ihnen in manchen Medien vorauseile.

Beck mit Kohl verglichen
«Von der Gesundheitsreform verstehe ich kein Wort, aber ich bewundere Ulla Schmidt. Sie scheint Nerven wie breite Nudeln zu haben, wie man bei uns zu Hause zu sagen pflegt.» Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck wird nach Ansicht von Harald Schmidt immer stärker: «Kurt Beck wurde lange unterschätzt», sagte er. «Die Vergleiche mit Kohl liegen auf der Hand. Viele Bürger mögen das Gemütliche, das Joviale und die Tatsache, dass er sich von unten hochgearbeitet hat.»

Die Lage am Arbeitsmarkt hingegen sah Schmidt weniger rosig. Für Teile der Bevölkerung gebe es keinen Grund zu Optimismus. «Wenn man ohne Arbeit im Plattenbau sitzt, morgens schon ein Bier trinkt und die Kinder nicht in die Schule gehen, dann ist einem der Aufschwung und die Einhaltung der Maastricht-Kriterien verständlicherweise ziemlich egal.» (nz)