netzeitung.deParis Hilton mag Dirndl und Weißwürste

 Herausgeber: netzeitung.de

Paris Hilton (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Paris Hilton
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Das US-Partygirl Paris Hilton entdeckt bei ihrem Besuch auf dem Oktoberfest die bayerische Kultur. Im Festzelt Hippodrom aber war sie unerwünscht - und musste ihre Werbung woanders machen.

Das US-Societygirl Paris Hilton hat erstmals die Münchner Wiesn besucht. «Ich bin schon ganz aufgeregt, schließlich ist es für mich auch das erste Mal auf dem Oktoberfest», sagte die Hotelerbin auf einer Pressekonferenz in München.

Während ihres Besuchs in Bayern habe die Amerikanerin auch ihre Vorliebe für traditionelle, bayerische Dirndl entdeckt. «Ich liebe diese wunderschönen Kleider», sagte Hilton im Vorfeld ihres Wiesn-Besuches.

Dieses Faible für Dirndl hat sich die 24-Jährige einiges kosten lassen. Die Trachtenmode-Designerin Lola Paltinger fertigte eigens für Hilton die extravagante Variante eines Dirndls an: Ganz in Gold, mit Perlen- und Herzchen-Besatz an der Korsage, Puffärmeln aus Glitzerspitze und extralangen, blonden Zöpfen erschien Hilton zur Pressekonferenz im Bayerischen Hof.

«Ein sehr cooler Platz»
Die Hotelerbin erwägt sogar, eine eigene Dirndl-Kollektion zu kreieren. «Ich habe mir vier Dirndl gekauft und finde sie total toll», sagte sie. Sie könne sich vorstellen, in Amerika eine eigene Reihe herauszubringen.

Auch von bayerischen Weißwürsten zeigte sich die Amerikanerin begeistert. Am Sonntag hatte sie zum ersten Mal Weißwürste probiert. «Das war das beste Essen, das ich je gegessen habe», sagte Hilton.

Sie war zuversichtlich, dass ihr nach den bisherigen Erfahrungen in Bayern auch die Wiesn gefallen würde. «Ich weiß, dass die Leute hier in Deutschland zu feiern verstehen. München ist ein sehr cooler Platz.» Nach einem Bummel im goldfarbenen Designer-Dirndl über die Wiesn und einem privaten Abendessen im Festzelt Hippodrom wollte die feierfreudige Amerikanerin noch die Prominenten-Disco «P1» besuchen.

«Wir kommen in friedlicher Mission»
Der Oktoberfest-Besuch der 24-Jährigen hatte schon im Vorfeld für Wirbel gesorgt. Eigentlich hatte Hilton im Hippodrom für Prosecco in Dosen werben wollen. Wiesn-Chefin Gabriele Weishäupl forderte den Wirt Sepp Krätz jedoch auf, Werbung mit Hilton zu unterlassen. Wegen Aktionen von Verona Pooth und Regine Sixt hatten bereits zwei Wiesn-Wirte eine Abmahnung erhalten.

Exzessive Werbung würde den traditionellen Charakter der Wiesn stören, hieß es. Der «Erfinder» des Getränks, Günther Aloys, versprach, sich an die Regeln zu halten: «Wir wollen nichts machen, was das Oktoberfest nicht zulässt. Wir kommen in friedlicher Mission«, sagte er. Statt dessen stellte die clevere Hilton das Getränk «Rich Prosecco» eben kurzerhand auf der Pressekonferenz im Bayerischen Hof vor - so etwa dank einem Haarband, auf dem der Markenname zu lesen war. (nz)