04. Sep 2006 10:27, ergänzt 10:37
Er war so etwas wie ein australischer Sielmann - nur mit heftigerem Tierkontakt. Bei einem Tauchgang ist der Tierfilmer und «Crocodile Hunter» Steve Irwin ums Leben gekommen.
Die TV-Serie «Crocodile Hunter», in der der für seine Überschwänglichkeit bekannte Irwin in khakifarbenen Tropenkleidern durch die Wildnis streifte, hat seinen eigenen Angaben zufolge weltweit 500 Millionen Zuschauer. Zuhause in Australien indes fühlte er sich bisweilen verkannt: «In meinem eigenen Land finden mich die Leute wohl ein bisschen peinlich», sagte Irwin 2003 in einem Interview. 1991 hatte er den Zoo seiner Eltern an der Sunshine Coast im Bundesstaat Queensland übernommen und zu einer Touristenattraktion ausgebaut. Nur ein Jahr später begann seine später so erfolgreiche TV-Serie.Irwin habe sich mit den Dreharbeiten so nahe an Stachelrochen in höchste Gefahr begeben, sagte der australische Naturfilmer David Ireland. «Sie haben einen oder zwei Stachel am Schwanz, die nicht nur von Gift umhüllt sind, sondern auch wie ein Bajonett wirken», erläuterte Ireland. «Wenn damit irgendein lebenswichtiges Organ getroffen wird, ist der Stachel tödlich wie ein Bajonett.»