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Eva Herman verlässt «Tagesschau» ohne Reue

25. Aug 2006 09:38
Eva Herman
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Nach 18 Jahren «Tagesschau» hat Eva Herman nun ihre letzte Sendung moderiert. Sie sieht es als Schritt in ein neues Leben. Die Kollegen rechnen mit ihrer Rückkehr.

Routiniert wie immer hat «Tagesschau»-Sprecherin Eva Herman am gestrigen Donnerstagabend die Nachrichten verlesen. Dass sie dies vorerst zum letzten Mal tat, war der 47-Jährigen, die auf eigenen Wunsch ausscheidet, nicht anzusehen. Abschiedsworte für die Zuschauer der ARD-Nachrichtensendung gab es denn auch nicht.

Opfer der Maschinerie?

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Herman hatte vor wenigen Tagen überraschend angekündigt, sie wolle sich für ein bis zwei Jahre von der Arbeit zurückziehen und verstärkt als Autorin arbeiten. Hintergrund ist auch die Debatte um ihr am 6. September erscheinendes Buch «Das Eva-Prinzip». Die Autorin plädiert darin nach Verlagsangaben für «eine Rückkehr zur traditionellen Wahrnehmung der Geschlechter, um die Familie und damit die ganze Gesellschaft vor dem Aussterben zu bewahren».

Laut ihren Kritikern habe Herman, die ihre Thesen bereits vorab im Magazin «Cicero» formuliert hatte, jedoch der Emanzipation und insbesondere berufstätigen Müttern eine Absage erteilt.

Alles falsch, so Herman selbst am Donnerstag via ihren Verlag. «Die Maschinerie der Vorverurteilung läuft bestens, die persönlichen Angriffe mehren sich», ließ sie mitteilen. Was sie auf 260 Seiten dargelegt habe, werde auf die einfache Formel gebracht, dass sie die Berufstätigkeit von Frauen grundsätzlich ablehne. «Das ist haarsträubend unsachlich».

Bald wieder da?

Für andere TV-Sendungen will die Moderatorin weiterhin vor der Kamera stehen. Seit 1989 gehörte Herman zum Sprecherteam der «Tagesschau». Ihre Kollegen rechnen allerdings fest damit, dass die Mutter eines Sohnes bald wieder zur Arbeit kommt. Sprecher Jan Hofer sagte der «Bild»: «Ich gehe davon aus, dass sie in einem Jahr wieder auf der Matte steht». Herman selbst wiederum bezeichnete ihren Abschied als «Schritt in ein neues Leben». (nz)


 
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